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Mitarbeiterwanderung

Sarstedt (jm). In der heutigen Zeit wird es immer schwieriger, ehrenamtliche Mitarbeiter für das Vereinsleben zu gewinnen. Beim TKJ Sarstedt ist dieses Problem auch durchaus bekannt,  aber vielleicht nicht in dem Umfang wie bei vielen anderen Vereinen. So konnten am Sonntag der Hauptvereinsvorsitzende Eric Kiepke und sein Hauptsportwart Karl Heinz Wasgien immerhin weit mehr als 60 Helfer des Vereins zur traditionellen „Mitarbeiter-Wanderung“ begrüßen. Mit dieser Veranstaltung soll den engagierten Helfern ein Dankeschön des größten Sarstedter Vereins für ihren Einsatz ausgesprochen werden.

Und da Wilfried Bartikowski, einer der Sarstedter Stadtführer, dem Technischen Ausschuss des TKJ angehört, bot es sich natürlich an, dass er die Leitung der Wanderung übernahm und zwischendurch interessante Erläuterungen gab. Vom Rewe-Parkplatz an der B 6 aus ging die Gruppe durch das Neubaugebiet Sonnenkamp hinauf zum Moorberg. Bartikowski informierte darüber, dass dort früher Ton abgebaut und mit Loren über die Dächer Sarstedts hinweg zur Dachsteinfabrik am Bahnhof transportiert wurde.  Weiter ging es zur „Wüstung Delm“, einer heutigen „Realgemeinde“. Dort steht zwar kein Haus mehr, aber es werden nach wie vor ein Bürgermeister, der immer in Ingeln wohnen muss, und ein Kassenwart, grundsätzlich ein Einwohner Hottelns, gewählt. Außerdem findet dort weiterhin ein reges „dörfliches Leben“ in Form von Versammlungen, Feiern, Gottesdiensten etc. statt. Und wenn man dort sitzt, dann kann man angeblich unter den Eichen die Glocken der ehemaligen Kirche hören, erläuterte der Sarstedter Stadtführer. Er selbst aber sieht das offenbar eher skeptisch – sein Kommentar: „Naja, wer`s denn glaubt!“. Ein weiterer Halt wurde am Ehrenmal in Gödringen eingelegt. Alles andere als üblich für derartige Ehrenmäler ist, dass auf der einen Seite die Namen der gefallenen Einwohner des jetzigen Sarstedter Ortsteils zu lesen sind, während auf der anderen Seite die der aus dem Krieg in ihren Ort zurückgekehrten stehen.

Auf dem Rückweg veranstaltete Karl Heinz Wasgien mit einigen Helfern einen lustigen Wettbewerb für kleine Teams á drei Personen, die sich beim Torwandschießen oder Basketball-Korbwerfen sportlich messen und zudem einige mehr oder weniger ernst gemeinte Fragen beantworten mussten.

Die Wanderung fand ihren Abschluss im Café  des Senioren- und Pflegezentrums Sonnenkamp mit einem ausgesprochen guten Essen. Dort wurden auch die Sieger des Wettbewerbs geehrt und erhielten eine Kino-Karte: Katrin Engelbart, Vanessa und Fabian Rox.