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Die Notunterkunft in Sarstedt wird um weitere 500 Plätze ausgebaut

Die Johanniter-Unfall-Hilfe wurde heute Mittag (02.10.2015) vom Niedersächsischen Innenministerium beauftragt, die Notunterkunft im ehemaligen Logistikzentrum von Edeka in Sarstedt um 500 auf 1.500 Plätze zu erweitern. Der Druck nimmt in Niedersachsen durch die steigenden Flüchtlingszahlen weiter zu. Etwa 130 ehrenamtliche Helfer von Feuerwehr, 40 Johanniter sowie einige THW-Kräfte sind aktuell im Einsatz. Hinzu kommen 100 Bundeswehrsoldaten.

Ab sofort sind die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehrbereitschaft Northeim und Bundeswehrsoldaten vor Ort. Um die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Sarstedt und Landkreis Hildesheim zu entlasten, wird die Kreisfeuerwehrbereitschaft Landkreis Northeim eingesetzt. Weitere Kräfte werden vorgehalten. Johanniter-Einsatzleiter Marc Küchemann fasst die neuen Aufgaben zusammen: „Zahlreiche Hochregale müssen aus der mittleren, rund 8000 Quadratmeter großen Halle des ehemaligen Logistikzentrums entfernt, die Böden gereinigt und anschließend die Unterteilung der leeren Hallen erfolgen. Die Areale werden weiterhin durch verkleidete Bauzäune geschaffen, um ein wenig Privatsphäre zu ermöglichen. Diese werden mit Feldbetten für jeweils acht Personen bestückt.“

„Ich hätte mir gewünscht, dass die Zahl unserer Flüchtlinge in Sarstedt nicht erhöht wird“, sagt Sarstedts Bürgermeisterin Heike Brennecke, „aber ich weiß auch, dass weitere Flüchtlinge auf dem Weg zu uns sind, weshalb wir diese Aufgabe angehen müssen. Wir werden weiterhin unsere ehrenamtlichen Hilfskräfte motivieren und mobilisieren, damit wir gemeinsam den Menschen helfen können.“

Aufgrund der akuten Situation finden die Arbeiten rund um die Uhr, in jeweils 12-Stunden-Schichten statt, um so schnell wie möglich die zusätzlichen 500 Plätze für Flüchtlinge bereitzustellen. Aktuell befinden sich rund 900 Flüchtlinge in der Notunterkunft Sarstedt. Die letzten 148 Flüchtlinge erreichten Freitagmittag mit vier Bussen die Einrichtung. Die Johanniter-Unfall-Hilfe engagiert sich aktiv in der Flüchtlingshilfe. Zurzeit werden in zehn Notunterkünfte-Einrichtungen in Niedersachsen 4.170 Menschen betreut. Weitere Infos unter www.johanniter.de/nb.

Zusätzliche Infos zum Thema Flucht und Asyl gibt es unter: http://www.bundesregierung.de/

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