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TSV Havelse gewinnt REWE Hallen-Masters 2016

3.) Siegermannschaft TSV Havelse

 

Wenn wenige Stunden vor dem ersten Anstoß eine Mannschaft abspringt, ist das wohl der Albtraum eines jeden Hallenturnier-Ausrichters. Der FSV Sarstedt erging es bei der 13. Auflage ihres REWE-Hallenmasters genau so. Morgens um 10 Uhr sagte der FC Grimma per Textnachricht auf dem Handy ab – zu viele erkrankte Spieler. „Wir haben es bei 15 Vereinen probiert, an Ersatz zu kommen, aber es gab einfach zu viele andere Turniere parallel“, bedauerte Organisationschef Viktor Rosenfeld. Selbst eine zweite Mannschaft zu stellen, sei keine Option gewesen – „die Jungs mussten ja alle bei der Organisation helfen“. Die FSV übernahm mit ihrer einen Riege also zusätzlich den Platz der Sachsen in der Gruppe B – das aber außer Wertung.
Das sollte jedoch das einzig nennenswerte Problem für die Gastgeber bleiben. „Sonst lief es echt reibungslos – im Gegensatz zum letzten Jahr, als ich um 16.30 Uhr noch Schnitzel gebraten habe“, verriet Rosenfeld mit einem Augenzwinkern.
Aus sportlicher Sicht war die Veranstaltung für den Kreisligisten zwar nicht unbedingt ein Traum, aber auch kein Desaster. Das Team von Fabian Bodenstedt war in Gruppe D gegen den späteren Finalisten Koldinger SV beim 0:3 zwar chancenlos, ärgerte jedoch den furios gestarteten Oberligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder beim 1:3 dank des Treffers von Marcel Bednarek mehr als erwartet. Die Koldinger um Hassan Jaber, die Reizfigur des Abends, wurden von den Egestorfern mit 1:7 vermöbelt, rappelten sich jedoch auf und durch ein 2:1 gegen den SV Bavenstedt und ein 6:5 nach Neunmeterschießen (n.N.) gegen die TSV Burgdorf bis ins Finale vor, das sie verdientermaßen mit 1:3 gegen den Regionalligisten TSV Havelse verloren.
Die Garbsener um den überragenden Deniz Cicek waren in der Gruppe A mit einem 2:3 gegen die Burgdorfer schwach gestartet und zeigten erst im Halbfinale gegen die Egestorfer, was in ihnen steckt. Dank hoher Effizienz gewannen sie das vorgezogene Endspiel gegen die Germanen mit 7:1.
Was das Sarstedter Hallenmasters erneut auszeichnete, war der Charakter eines großen Wiedersehens. Ein schönes Beispiel dafür war das Viertelfinale zwischen den Koldingern und dem TSV Burgdorf, in dem der bis vergangene Saison für den KSV auflaufende Sarstedter Johannes Kaminski aus einem 1:2 ein 3:2 für die TSV machte, ehe der frühere Koldinger und Schliekumer Daniel Bothe per kuriosem Eigentor das 3:3 für den späteren Finalisten besorgte. Ganz nebenbei stand in diesem Spiel mit Diego De Marco auch der ehemalige Koldinger Trainer als Verantwortlicher bei den Burgdorfern hinter der Bande. Stephan Pietsch, der Trainer des SV Bavenstedt, verfolgte das Treiben derweil nur als Zuschauer, da er krankgeschrieben ist. „Ich bin aber ohnehin nicht mehr so heiß auf Hallenfußball, wie ich es früher zu Schliekumer Zeiten gewesen bin“, gestand er.
Apropos Schliekum: Die TuSpo, bei der Jannik Buß mit der Nummer 4 und einem überklebten Namen auf dem Trikot debütierte, überstand zwar die Vorrunde, mehr war für die Truppe um Imad Saadun diesmal jedoch nicht drin. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Rückrunde – damit sie vom Albtraum namens Abstiegskampf bis zum Ende verschont bleiben.

Die Siegerehrung erfolgte direkt im Anschluss an das Finale.
Den ersten Platz sicherte sich der TSV Havselse und bekam 600 Euro und einen Wanderpokal überreicht. Platz zwei belegte der Koldinger SV (400 Euro), Platz drei mit einem Preisgeld von 250 Euro erspielte sich der TSV Burgdorf und für Platz vier erhielt der 1. FC Germania Egestorf/Langreder 150 Euro.

Mit ihrem Eintrittsticket lösten die Zuschauer nicht nur den Platz in der Halle und den damit verbundenen Turnierbesuch, sondern nahmen mit diesem automatisch an einer Verlosung teil. Die Firma REWE hatte drei LED Fernsehern gestiftet, die nach der Auslosung den überraschten und glücklichen Gewinnern überreicht wurden. 
So liefen die Spiele ab:
Gruppe A: TSV Burgdorf – FC Ambergau/Volkersheim 4:1; TSV Havelse – TSV Burgdorf 2:3; FC Ambergau/Volkersheim – TSV Havelse 1:4; Tabelle: 1. TSV Burgdorf 6 Punkte/7:3 Tore, 2. TSV Havelse 3/6:4, 3. FC Ambergau/Volkersheim 0/2:8.
Gruppe B: SC Harsum – SV Einum 0:2; FSV Sarstedt (außer Wertung) – SC Harsum 2:2; SV Einum – FSV Sarstedt (außer Wertung) 3:2; Tabelle: 1. SV Einum 6/5:2, 2. FSV Sarstedt (außer Wertung) 1/4:5, 3. SC Harsum 1/2:4.
Gruppe C: TuSpo Schliekum – SV Alfeld 2:1; SV Bavenstedt – TuSpo Schliekum 3:1; SV Alfeld – SV Bavenstedt 0:6; Tabelle: 1. SV Bavenstedt 6/9:1, 2. TuSpo Schliekum 3/3:4, 3. SV Alfeld 0/1:8;
Gruppe D: Koldinger SV – FSV Sarstedt 3:0; 1. FC Germania Egestorf/Langreder – Koldinger SV 7:1; FSV Sarstedt – 1. FC Germania Egestorf/Langreder 1:3; Tabelle: 1. 1. FC Germania Egestorf/Langreder 6/10:2, 2. Koldinger SV 3/4:7, 3. FSV Sarstedt 0/1:6;
Viertelfinale: TSV Burgdorf – SC Harsum 3:1; SV Einum – TSV Havelse 4:5 (n.N.); SV Bavenstedt – Koldinger SV 1:2; 1. FC Germania Egestorf/Langreder – TuSpo Schliekum 2:0; Halbfinale: TSV Burgdorf – Koldinger SV 5:6 (n.N.), TSV Havelse – 1. FC Germania Egestorf/Langreder 7:1; Spiel um Platz 3: TSV Burgdorf – 1. FC Germania Egestorf/Langreder 2:0; Finale: Koldinger SV – TSV Havelse 1:3.
Torhüter des Turniers: Marius Kerner (SV Einum); Spieler des Turniers: Patrick Hiber (TSV Burgdorf); Torschützenkönig: Deniz Cicek (TSV Havelse, 8 Tore)     (vr.)

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