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Ein Herz für die Johanniter Bastelarbeiten als Ausdruck der Dankbarkeit

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Übermannsgroß ist das Herz, das Wail Musa gebastelt hat. Der alleinerziehende Vater von zwei Kindern wohnt zurzeit an der Helperder Straße im Flüchtlingscamp. Als Ausdruck des Dankes für die freundliche Aufnahme in Deutschland hat der gelernte Schreiner, der mit seinen beiden Söhnen Zakaria (11) und Mohammad (8) aus Palästina über Syrien nach Deutschland floh, nun das im wahrsten Sinne des Wortes große Geschenk am 13. Januar Bürgermeisterin Heike Brennecke und Johanniter-Camp-Leiter Klaus Bruns überreicht. In seiner Wohn-Parzelle in einer der großen Hallen hat er das Herz aus allerlei Fundstücken, Pappe, Papier, Paketband, Holz und Stoffresten gebaut. Fotos von Angela Merkel und Heike Brennecke und Mitarbeitern der Johanniter sowie ein großes achtspitziges Johanniter-Kreuz sind schwarz-rot-gold umrahmt. Blumen, Vögel und viel goldenes Dekor schmücken das Herz.

Über die Weihnachtstage hatte Wail Musa bereits eine Nachbildung der auf dem Jerusalemer Tempelberg gelegenen Al-Aqsa-Moschee gebaut. Sie ist ein Symbol für die Verbindungen der drei großen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Musas Variante trägt obenauf eine Friedenstaube, die Flaggen Deutschlands, Palästinas, des Iraks und Syriens sind abgebildet, dazu das Johanniter-Kreuz, eine Kirche und ein Engel. Silvester hat Musa es Klaus Bruns von den Johannitern überreicht. Nun kam es zu der weiteren Schenkung.

Bei der Übergabe des Herzens bat Musa zuerst um eine Schweigeminute für die Opfer des IS-Terror-Anschlags in Istanbul am Vortag, dem 12. Januar. Anschließend ließ er es sich nicht nehmen, in einer kleinen Rede Deutschland zu danken, sowohl dem Staat als auch dem Volk. Es habe seit Kriegsbeginn den Flüchtenden Sicherheit und Frieden gegeben. „Wir wollen uns integrieren, in Frieden und Liebe ein Herz für Deutschland geben“, so Wail Musa, der auch versprach, die Regeln zu achten und sich respektvoll zu verhalten. Einen besonderen Dank sprach er den Johannitern und allen Ehrenamtlichen aus für ihren Einsatz auch an Wochenenden und in Nachtdiensten. Die Johanniter seien immer für die Kümmernisse und Sorgen der Menschen offen. Und Bürgermeisterin Heike Brennecke dankte er für das Lächeln und die freundlichen Worte, die sie zur Begrüßung der neuen Flüchtlinge fände.

Heike Brennecke nahm das Herz als Zeichen, dass es „trotz der Umstände, unter denen gewohnt wird, wohl eine gute Zeit im Camp ist.“  (stb.)

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