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Bundesverdienstkreuz für Harry Heimann

Ministerpräsident Stephan Weil verriet anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Harry Heimann in der Kleinsporthalle Heisede, warum er ausgesprochen gern Orden verleiht. „Weil diese Menschen Beispiele sind. Harry Heimann ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie unsere Gesellschaft funktionieren sollte“, stellte Weil fest.

Zuvor hatte er auf Heimanns ungewöhnliche Kindheit Bezug genommen. Als Harry gerade acht Wochen alt war, wurden seine Großmutter und sein Bruder durch eine Granate getötet. Ein polnisches Dienstmädchen kümmerte sich um ihn. Erst mit zehn Jahren fand die Familie wieder zusammen. Es gebe Beispiele dafür, dass der weitere Lebensweg bei solch einem Hintergrund nicht geradeaus verläuft. „Bei Harry Heimann war das anders“, so Weil.

Schon früh widmete sich Heimann dem Sport und war 38 Jahre 1. Vorsitzender des TSV Heisede. „Er hat unglaublich viel getan, um aus dem Verein ein Angebot für die Gemeinschaft zu machen“, betonte Weil und hob Heimanns aktive Mithilfe beim Bau der Kleinsportanlage hervor.

Dann stellte er Harry Heimanns Arbeit in der Kommunalpolitik und sein Engagement bei straffällig gewordenen Jugendlichen, denen er bei der Ableistung von Sozialstunden hilft, vor.

Harry Heimanns größter Fan-Club sind aber die Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte Arche Noah. Sie sangen ihrem Harry „Du bist ein Volltreffer Gottes“ und übergaben ihm einen Pokal. Zum Abschluss versammelten sich die kleinen Fußballer mit Harry und dem Ministerpräsidenten zum Spielerkreis, so, wie sie jeden Freitag ihr Training abschließen.

„Meine Frau hat die Hälfte des Verdienstkreuzes verdient“, betonte Harry Heimann. Das sahen auch der Ministerpräsident und Bürgermeisterin Heike Brennecke so und überreichten Karin Heimann jeweils einen Blumenstrauß.

Vor der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes hatte Stephan Weil die Kita Arche Noah besucht. Als die Kinder das „Arche-Noah“-Lied sangen, setzte er sich ganz locker auf einen der kleinen Stühle und hörte lächelnd zu.

Nach der Feierstunde hatte Weil die Vertreter der Lokalpresse in Vogts Rösterei zu einem Gespräch eingeladen, bei dem aktuelle Themen der Kommunal- und Landespolitik behandelt wurden.

Ministerpräsident Stephan Weil überreicht Harry Heimann die Urkunde

 

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