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Fastenzeit: Wer verzichtet, wird belohnt

In der Fastenzeit versuchen viele Deutsche auf bestimmte Lebensmittel oder Laster des Alltags zu verzichten. Nicht nur Süßigkeiten und Schokolade zählen dazu, auch Rauchen oder das Trinken von Alkohol gilt für einige bis Ostern als Tabu. Ebenso gibt es seit einigen Jahren den Trend, sich in den sieben Wochen bewusst mehr Zeit für die Familie, Sport oder Kultur zu nehmen. In diesem Zusammenhang lassen viele das Handy oder den Laptop nach Feierabend einfach mal links liegen. „Diese bewusste Entschleunigung ist gut für den Stressabbau. Wer sich einmal sieben Wochen auf sich selbst konzentriert, kann aus der Fastenzeit mit Kraft und Energie herausgehen“, sagt Christian Kollek vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Hannover.

Auch der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel kann für die Gesundheit förderlich sein. Denn die Nahrungsmittel-Sünden des Alltags kommen schnell zusammen: Koffeinkonsum am Morgen, zuckerhaltige Drinks am Arbeitsplatz, deftiges Schweineschnitzel in der Kantine und kleine Naschereien nach Feierabend vor dem Fernseher – da kann es durchaus sinnvoll sein, in der Fastenzeit einmal bestimmten Gewohnheiten zu entsagen. „Wer es schafft, in den sieben Wochen auf bestimmte Genussmittel zu verzichten und stattdessen häufiger zu Obst und Gemüse zu greifen, lebt automatisch gesünder“, so Kollek. Allerdings setzt dies auch eine gewisse Willensstärke voraus. Sonst läuft man schnell Gefahr, rückfällig zu werden und aus Frust noch mehr Süßes oder ähnliches zu konsumieren. Wichtig sei es deshalb, sich auf ein oder zwei Genussmittel für den Verzicht zu beschränken.

Eine weitere Form des Fastens ist der komplette Verzicht auf feste Nahrung für eine begrenzte Zeit. „Bei einer solchen Fastenkur sollte es in erster Linie nicht darum gehen, an Gewicht zu verlieren. Vielmehr steht hier der Einklang von Körper, Geist und Seele im Vordergrund“, erklärt Kollek. Die vielen angeblich positiven Eigenschaften sind allerdings wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Wer dennoch eine Heilfastenkur ausprobieren möchte, sollte auf eine ausreichende kalorienfreie Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2,5 Litern Wasser oder auch Tee täglich achten. Auch natürliche Anteile in flüssiger Form wie Gemüsebrühe, Obst- oder Gemüsesäfte und Honig (maximal 500 Kilokalorien pro Tag) dürfen zu sich genommen werden. „Um den Körper langsam wieder an die Nahrungsaufnahme zu gewöhnen, ist ein sorgfältiger Aufbau der Kost notwendig“, rät Kollek.

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