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Außerirdische kämpfen für Barntanien

Jugendpflegen kooperieren bei FerienprojektwochenWie auch in den vergangenen Jahren hat Silke Krämer vom Gemeindejugendring Nordstemmen wieder mit einem großen Team vor allem Ehrenamtlicher dafür gesorgt, dass die Grundschule Barnten sich in den Ferien in das fiktive Königreich Barntanien verwandelte, inklusive mittelalterlicher Kulissen und fantasievoller Kostüme. Rund 80 Kinder und 20 Betreuer entwickelten vom 10. bis 13. April 2017 täglich von morgens bis nachmittags in einem Live-Rollenspiel eine teils höchst komplizierte Geschichte um das Reich, das wie immer bedroht wird und gerettet werden muss. Alle wählten ihre Rollen selbst, täglich gab es aktuelle Spielanweisungen. Diesmal besetzte der böse „Sheriff von Nixhaben“ den Wald des Landes, die Barntanier konnten den Kampf eigentlich nur verlieren. Auch, weil der gute „Hobin Rood“ durch Magie sein Gedächtnis verloren hatte und all seine Freunde in Tiere verzaubert und im „Schloss“ eingesperrt waren. Dann landeten am 13. April auch noch 46 Außerirdische, die erst als Söldner für den Sheriff kämpften, später aber glücklicherweise die Fronten wechselten und für Barntanien in den Kampf zogen. Außerdem half ganz Rössing der bunten Truppe, „Hobin Roods“ Freunde zu entzaubern: Bäcker, Tierärztin, Schlachter und der Dorfladen RNah übergaben „Magische Relikte“, die zum Entzaubern nötig waren, Bürgermeisterin Tita von Rössing stellte das Schloss als „Gefängnis“-Kulisse zur Verfügung.

„Wie immer ist gesichert: Am Donnerstag, dem letzten Tag der Projektwoche, gibt es ein Happy End, die Bösen werden besiegt. Und keiner kann sterben, sondern nur verletzt werden. Und dann kann man sich beim Heiler auch noch wieder kurieren lassen“, fasst Silke Krämer das Konzept grob zusammen. „Als pädagogisches Angebot soll das Spiel Spaß machen und nicht gruseln.“ Krämer, die diesmal mit spitzen Ohren und mittelalterlich anmutendem Kostüm die Königin Barntaniens gab, kann immer wieder auf viele ehrenamtliche Helfer zählen. „Die schätzen, dass hier nicht nur gebastelt wird!“ Das Angebot war abwechslungsreich. Draußen im Zelt gab es für die Teilnehmer in der „Taverne zum brüllenden Drachen“ Zitronentee zur Erfrischung, drinnen in den Räumen der Grundschule wurde gekocht und gewerkelt, gebastelt und gespielt. Und drinnen wie draußen gekämpft. Dafür gibt es klare Regeln. Keiner greift von hinten an, es wird nicht gestochen, bestimmte Bereiche des Körpers sind tabu und jeder Kämpfer hat drei Leben. Und jeder achtet darauf, ob auch der Gegner noch Spaß an der Sache hat. Klar, dass die Waffen, große Schwerter, furchteinflößende Beile, Äxte und Hammer, aus Styropor, Gummi und Pappe sind. Damit es wirklich Spaß bleibt.

Auch die Alien hatten übrigens ihre Waffen selbst gebastelt. Die 46 Außerirdischen kamen aus den Gemeinden Algermissen, Elze, Sarstedt, Giesen und Gronau. In Barntanien gehörten sie zu den Volksgruppen der Elzianer, Gronianer, Sarianer, Giesianer und Algianer. Die Jungs und ihre Betreuer waren Teilnehmer der 14. Jungen-Projekt-Woche der Jugendpflegen und hatten sich eine Ferienwoche lang mit dem Thema „Was geht ab im Weltall? Astronauten, Außerirdische, Experimente“ beschäftigt. Und in diesem Zusammenhang als Aliens auch eine „Zeitreise in eine ferne Galaxie“ unternommen. Da ihr Raumschiff, so dass Skript der Organisatoren, am letzten Tag in Barnten abstürzte, konnten sie sich mit vollem Einsatz dem Kampf für das Gute in Barntanien widmen.

Am Schluss gab es natürlich für das perfekte Ende eine Hochzeit: „Hobin Rood“ heiratete seine „Lady Mary Fox“. Nicht die erste Hochzeit übrigens. In Barntanien kommt das immer wieder vor.

Barntanien geht weiter: Auch in den Sommer- und den Herbstferien bietet der Gemeindejugendring Nordstemmen wieder abenteuerliche Live-Rollenspiele an. Sarstedt/Barnten (stb).

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