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Sanierung lässt St. Nicolai-Glocken verstummen

Die Sanierungsarbeiten an der St. Nicolai-Kirche in Sarstedt sind in vollem Gange. Derzeit laufen die Arbeiten an den Sparren des großen Turmdaches unterhalb des Laternenanschlusses. Unter Laterne versteht man dabei den kleinen turmartigen, durchbrochenen Aufbau auf dem eigentlichen Turmdach. Der Baubeauftragte der St. Nicolai-Gemeinde Sarstedt, Dieter Mönnig, erklärt: „Circa zwei Drittel der schadhaften Sparrenabschnitte konnten bereits saniert werden. Außer bereits absehbaren Fäulnisschäden an zahlreichen Sparrenabschnitten wurden nach dem Entfernen der Dacheindeckung auch größere Schäden an der inneren Turmdachkonstruktion sichtbar. Hier sind weiterreichende Eingriffe nötig. Auch das Schwellholz der Laternenkonstruktion ist in Teilen zersetzt und muss dringend ersetzt werden, da durch die Schäden die Tragfähigkeit beeinträchtigt ist. Dafür musste im Vorfeld der Sanierung zur Entlastung die Kupfereindeckung der Laterne einschließlich Schalung entfernt werden. Außerdem wird zum Austausch der Schwelle eine provisorische Abfangkonstruktion eingebaut, um die Lasten der Laterne entsprechend ableiten zu können.“ Um Schwingungen in den Konstruktionen zu vermeiden, sei es notwendig, die Arbeiten während einer möglichst windarmen Wetterlage in kürzester Zeit durchzuführen. Und auch die Glocken können in der aktuellen Situation nicht läuten, sie würden im Schwung zu viel Kraft in den Turm einbringen, die die Festigkeit des Baus beeinträchtigen könnte. Deshalb schweigen die Glocken von St. Nicolai nun schon seit Pfingsten. Und auch zum Gottesdienst anlässlich des Stiftungsjubiläums am Sonntag, dem 18. Juni 2017 wird der Kirchenvorstand höchstes mit einer Handglocke zum Gebet rufen können.

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