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eCar-Sharing startet in Sarstedt

Pilotprojekt am Sonnenkamp / Infoveranstaltung am 29. Januar

Hier wohnen, da arbeiten, Umwelt schützen, aber nicht auf Komfort verzichten: die Gesellschaft sucht zunehmend nach Antworten auf die notwendige Energiewende, die dennoch den Mobilitätsbedürfnissen und der Bequemlichkeit der Bürger Rechnung tragen.

Nach intensiven Vorplanungen hat die Stadt Sarstedt nun ein weiteres Projekt zum Thema Klimaschutz auf den Weg gebracht. Ende 2018 legten Bürgermeisterin Heike Brennecke, Prof. Dr. Helmut Lessing von der e2work GmbH aus Hildesheim, und Harald Schliestedt von der Avacon AG die Grundlage zum Aufbau eines ersten eCar-Sharing-Angebotes in Sarstedt. Nun startet die nächste Phase, in der das Projekt den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt und in Zusammenarbeit mit ihnen so ausgestaltet werden soll, dass es für möglichst viele eine reale Option ist.

E-Fahrzeuge sind in Sarstedt inzwischen nicht mehr ganz ungewöhnlich. Die Stadtverwaltung selbst hat mittlerweile drei Elektrofahrzeuge und drei Pedelecs als Dienstfahrzeuge im Einsatz, an der Burgstraße gegenüber dem Innerstebad befindet sich eine Doppelladesäule für E-Autos. Bürgermeisterin Heike Brennecke: Durch den Aufbau eines eCar-Sharing-Angebotes soll sich die Klimabilanz der Stadt weiter verbessern“.

Die Verantwortlichen der Stadt haben sich vom Mobilitätskonzept der e2work GmbH überzeugen lassen. Dieses sieht vor, als Pilotprojekt den Bürgern im Wohngebiet Sonnenkamp ein Car-Sharing-System anzubieten, bei dem viele Nutzer sich Fahrzeuge zum privaten Gebrauch teilen. Ziel ist es, dass z.B. Familien eins der beiden Familienautos einsparen können. Nach Einschätzung von Prof. Dr. Helmut Lessing, dem Geschäftsführer der e2work GmbH, lassen sich durch ein Sharing-Auto acht andere Autos ersetzen.

e2work wurde 2016 als Startup gegründet und hat inzwischen Erfahrungen mit dem Geschäftsfeld. Die Innovation des Unternehmens liegt in der technischen Abwicklung. Die Fahrzeuge werden vor Fahrtantritt für einen bestimmten Zeitraum und eine voraussichtliche Strecke online gebucht; genutzt werden können sie nur vom Buchenden in dieser Zeit. Freigeschaltet werden die Autos durch einen digitalen Schlüssel in Form einer Chipkarte. Die IT-Technik, die dahinter steckt, ist, so Lessing, weltweit neuartig und konkurrenzlos. Bezahlt werden soll nach dem Prinzip pay per use, d.h. man zahlt die genutzte Zeit. Die konkrete Preiskalkulation, so die Verantwortlichen, laufe noch.

In Planung sind zurzeit ein kleineres Elektrofahrzeug sowie als Fahrzeug mit größerer Ladekapazität ein Opel Combo mit Verbrennungsmotor. Leider, so Lessing, gäbe es auf dem Markt in dieser Fahrzeugklasse noch keine vernünftigen Angebote im E-Bereich. Wenn sich das Angebot am Markt in naher Zukunft ändere, sei es auch möglich, im Car-Sharing entsprechend mehr E-Fahrzeuge einzusetzen.

Unterhalb des Altenheims Sonnenkamp soll am künftigen Standort der Sharing-Cars von der Avacon eine Ladesäule errichtet werden, wie Ralf Ebert von der Avacon Netz GmbH erläutert. Ziel sei es für sein Unternehmen, die Ladeinfrastruktur weiter auszubauen und zu betreiben.

Prof. Dr. Helmut Lessing ist gespannt auf die kommenden Wochen: Es wird spannend, sowohl bei der Frage der Akzeptanz, als auch in betriebswirtschaftlicher Hinsicht.Thomas Everding, Leiter des Vertriebs bei e2work, sieht als Zielgruppe nicht die Berufspendler, sondern die, die das Auto ein paarmal pro Woche brauchen, für Einkäufe, oder Fahrten zum Sport.Dabei handele es sich meist um Kurzstrecken, deren Zeiten gut zu planen seien. Es wird ein Gewöhnungsprozess in der Handhabung stattfinden.“Es gälte, eine Community aufzubauen, die Feedback gebe und dadurch das Angebot optimieren helfe.“

Infoveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger

Am kommenden Dienstag, dem 29. Januar 2019 findet um 18.30 Uhr im Café des Senioren- und Pflegezentrums am Sonnenkamp eine Informationsveranstaltung statt, um das Konzept im Detail vorzustellen. Bei der Gelegenheit sollen unter dem Motto Technik zum Anfassen und Ausprobierenauch Probefahrten mit Elektrofahrzeugen möglich sein.

rgerinnen und Bürger, die sich für das Projekt eCar-Sharing interessieren, können sich melden beim Bürgercenter der Stadt Sarstedt unter T. 05066-805-80 oder bei Prof. Dr. Helmut Lessing von e2work unter T. 01590-5365524 bzw. per E-Mail an lessing@e2work.de.

Bild: Machen gemeinsame Sache beim eCar-Sharing auf dem Sonnenkamp: die Verantwortlichen der Avacon, der Stadt Sarstedt und der e2work GmbH.

Mit solchen Angeboten geben wir nicht nur Antworten auf die notwendige Energiewende, sondern bieten auch zukunftsfähige und nachhaltige Lösungen für die Mobilitätsbedürfnisse unserer Bürger, erklärt Prof Dr. Lessing von e2work.

Am 29.01.2019 findet um 18.30 Uhr im Café des Senioren- und Pflegezentrums am Sonnenkamp eine Informationsveranstaltung für die Bürger statt, um das Konzept der Stadt und die Angebote von e2work in Kooperation mit der Avacon im Detail vorzustellen. Bei der Gelegenheit werden für die interessierten Bürger auch Probefahrten mit Elektrofahrzeugen möglich sein.