Die Wasserversorgung Sarstedt GmbH (WSG) hat zum 1. Januar 2026 die Wasserpreise angepasst. Grund dafür sind deutlich gestiegene Kosten in nahezu allen Bereichen der Wasserversorgung. Sarstedt bezieht sein Trinkwasser vollständig von externen Lieferanten in hoher Qualität aus dem Harz. Die örtlichen Grundwasservorkommen sind für eine eigenständige Versorgung der Stadt nicht ausreichend. Durch die Einbindung in ein überregionales Versorgungssystem kann die Stadt jedoch stabile Wasserqualität, verlässliche Mengen und hohe Versorgungssicherheit gewährleisten. Gleichzeitig wirken sich erhöhte Einkaufspreise unmittelbar auf die Versorgungskosten aus.
Zudem erfordert die komplexe kommunale Infrastruktur einen hohen Aufwand für den laufenden Betrieb sowie für die Instandhaltung und Erneuerung des Leitungsnetzes und der technischen Anlagen. Über 75 Prozent der Gesamtkosten fallen unabhängig vom Verbrauch für die Bereitstellung und den Betrieb dieser Infrastruktur an, weshalb die Preisstruktur an die tatsächlichen Kosten angenähert wird. Die stärkere Anhebung des Bereitstellungspreises spiegelt diesen Aufwand wider. Zugleich sind Investitionen in Anlagen und Wasserqualität notwendig, um die Versorgung dauerhaft sicher und zuverlässig zu halten.
Die Anpassung der Wasserpreise in Sarstedt ist erforderlich, um die Versorgungssicherheit und die hohe Qualität des Trinkwassers auch künftig zu gewährleisten, so die WSG. Trotz der Preiserhöhung bleibt Sarstedt im Vergleich zu anderen Städten weiterhin preislich attraktiv.
Zum 1. Januar 2026 steigen der Mengenpreis um 0,19 Euro pro Kubikmeter brutto und der Bereitstellungspreis um 7,70 Euro pro Jahr brutto. Für einen Einfamilienhaushalt (3-4 Personen) mit einem Verbrauch von 150 Kubikmetern bedeutet das eine Mehrbelastung von rund 3 Euro pro Monat. Die WSG schafft damit die Grundlage, die Infrastruktur zu erhalten, notwendige Investitionen umzusetzen und eine zuverlässige Wasserversorgung für alle Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen.