Markus-Brinkmann-Schulcup 2026: Freundschaft trotz Neunmeterschießen

Respekt und Miteinander: Zum Abschluss des Turniers lagen sich die Delegationen des neunten und zehnten Jahrgangs beider Schulen freundschaftlich in den Armen.

Als Samuel Fuhrmann zum Neunmeter anlief, saß niemand mehr in der Sporthalle der Schiller Oberschule. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer der Schiller Oberschule und des Gymnasiums Sarstedt füllten die Ränge der Tribüne bis auf den letzten Platz. Sogar auf den Fensterbänken saßen einige – außer in diesem Moment.

Die Schiller Oberschule hatte ihre Nachbarschule, das Gymnasium Sarstedt, am 19. März zu einem Fußball-Turnier eingeladen, das die Bildung einer nachhaltigen, die Schulform übergreifenden Freundschaft zum Ziel hatte. Sinnbildlich dafür nahmen die Lernenden beider Schulen gut durchmischt ihre Plätze ein. Insgesamt sahen die Zuschauenden fünf Spiele.

Bei den Jungen des fünften und sechsten Jahrgangs konnte sich das Gymnasium unter großem Jubel mit 4:1 durchsetzen. Im Spiel des siebten und achten Jahrgangs blieben ebenfalls die Jungen des Gymnasiums mit 3:1 siegreich. In beiden Spielen hatte die Oberschule zunächst 1:0 geführt. Auch die Mädchen der fünften, sechsten und siebten Klassen des Gymnasiums siegten – 2:0 war hier der Endstand.

Zum Abschluss des Tages gewann eine gemischte Kollegiumsauswahl gegen eine Schülermannschaft beider Schulen knapp mit 6:5. Nach einem Rückstand von 5:0 zur Halbzeit schafften die Schüler unter lautstarken Anfeuerungsrufen beinahe das Comeback, doch der erhoffte Schuss in letzter Sekunde ging knapp am Lehrertor vorbei.

Die zeitgleich stattfindende Mottowoche des Abiturjahrgangs sorgte mit hinreißenden Kostümierungen auch auf den Tribünen für Unterhaltung.

Den Höhepunkt des Tages stellte die Partie der neunten und zehnten Klassen dar, in welcher es zusätzlich zum Gefühl des Sieges um ein wahres Prestigesymbol ging. Der ehemalige Landtagsabgeordnete Markus Brinkmann, der dem Spektakel persönlich beiwohnte, hatte im Voraus einen Wanderpokal gestiftet, den die Schulen auf den Namen „Markus-Brinkmann-Schulcup“ tauften. Um die Schülerinnen und Schüler wertzuschätzen, ließ er es sich nicht nehmen, den Pokal gemeinsam mit dem Schulleiter des Gymnasiums, Dr. Joris Doelle, und der Konrektorin der Schiller Oberschule, Kerstin Kugler, zu überreichen.

Zu Beginn des Spiels ging die Schiller Oberschule souverän mit 2:0 in Führung und so sah es lange nach einem sicheren Sieg für die Oberschüler aus. Doch die Auswahl des Gymnasiums steckte nicht auf und bewies Moral. Gegen Ende der zweiten Halbzeit gewannen die Gymnasiasten die Oberhand über das Spielgeschehen. Etwa zwei Minuten vor Schluss konnten sie den zu dem Zeitpunkt verdienten 2:2 Ausgleich erzielen.
Im anschließenden Neunmeterschießen traten jeweils drei Schützen für jedes Team an. Als Oberschüler Samuel Fuhrmann als letzter Schütze seines Teams anlief, stand es insgesamt 3:2 für das Gymnasium. Er musste treffen. Die Schülerinnen und Schüler auf den Rängen bangten mit. Sportreporter sprechen in solchen Momenten von einem spürbaren Knistern. „So eine Stimmung habe ich noch nie in der Schule erlebt“, sagte ein Schüler später. Fuhrmann traf. Das Neunmeterschießen ging in die Verlängerung.
Drei weitere Male hatte das Gymnasium nun die Gelegenheit, durch einen Treffer den Sieg einzufahren. Dann traf Heissam Alyan für die Schiller Oberschule. Und das Gymnasium verschoss erneut. Vor Freude stürmten begeisterte Schüler der Oberschule von der Tribüne zu ihren Mitschülern.

Auf Gratulationen durch die Gymnasiasten folgten die Siegerehrung und die umjubelte Pokalübergabe. Der schönste Augenblick an diesem Tag war jedoch der Moment danach. Alle Spieler stellten sich trotz des dramatischen Ausgangs des Spiels für ein gemeinsames Foto auf und sorgten so für die Botschaft des Tages: Freundschaft trotz Neunmeterschießen.