Mit dem Frühjahr beginnt auch wieder die Zeit der Schädlinge, insbesondere in Bezug auf die vorhandene Rattenpopulation. Um dieser Situation effizient entgegenzuwirken, ist eine Mitwirkung der Anwohnenden sowie der Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer ergänzend zu den städtischen Maßnahmen zwingend erforderlich. Dafür gilt es, die nachstehenden Maßnahmen zu befolgen, die zur Bestandsminimierung der Ratten beitragen.
Entfernung von Unterschlupfmöglichkeiten
Ratten suchen gerne Schutz unter Holzstapeln oder auch unter Busch- und Strauchwerk. „Reduzieren/Entfernen Sie Busch-/Strauchwerk sowie vorhandene Bodendecker,“ empfiehlt Patrick Keener vom Ordnungsamt der Stadt Sarstedt.
„Achten Sie darauf, dass auch Gartenhäuser so zu pflegen sind, dass Ratten dort keine Unterschlupfmöglichkeiten haben,“ ergänzt er.
Entsorgung von Essenresten
Essensreste nicht in der Toilette oder außerhalb der vorgesehenen Abfallbehälter entsorgen.
Bei Obstbäumen auf dem Grundstück hilft es, Fallobst schnellstmöglich vom Boden zu entfernen, damit diese nicht als Nahrungsquelle genutzt werden.
Keine Fütterung von wilden Tieren
Grundsätzlich schmeckt Ratten auch das, was anderen Tieren schmeckt. Mit dem Füttern von wilden Katzen, Vögeln, Enten, Igeln und dergleichen wird auch den Ratten eine Nahrungsquelle angeboten. Hierzu gilt bereits heute ein Verbot in der Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Sarstedt.
Umgang mit Müllsäcken und –tonnen
Müllsäcke stets fest verschließen, und wenn möglich, erst am Tag der Abholung zur Tonne bringen. Mülltonnen fest verschließbar halten, so dass Ratten nicht eindringen können.
„Wenn Sie diese Verhaltensregeln umsetzen, können Sie dazu beitragen, dass der Nahbereich für Ratten unattraktiver wird,“ so Patrick Keener.
Vielfach bieten auch Wohngebäudeversicherungen Leistungen zur Schädlingsbekämpfung, die konkrete Maßnahmen auf dem Grundstück erstatten.
Allerdings reduzieren diese Maßnahmen nur den Bestand – eine vollständige Entfernung der Population lässt sich nicht erreichen. Dafür haben sich die Ratten, als Kulturfolger des Menschen, zu sehr an die Menschen gewöhnt.
Bei Fragen zu den Maßnahmen und Verhaltensregeln steht Patrick Keener vom Ordnungsamt der Stadt Sarstedt unter T. 05066-805-29 oder per Mail an ordnung@sarstedt.de zur Verfügung. Dort werden auch Befallsmeldungen entgegengenommen und Bekämpfungsmaßnahmen durch eine Fachfirma in Abhängigkeit des Befalls für gesamte Quartiersbereiche koordiniert.