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Wenn Dornröschen auf den bösen Wolf trifft

FSV-1631 (2)Sarstedt. Einfach märchenhaft, was die FSV-Turnabteilung mit all ihren aktiven Mitgliedern am vergangenen Sonntag auf die Beine gestellt hat. Unter dem Motto „Turn und Tanz durchs Märchenland“ wurden die Zuschauer tänzerisch und turnerisch durch das Land der Märchen geführt. Schon im Eingangsbereich, der mit Unterstützung des Blumenhaus Drescher und Ballondeko von Peggy Prassol in einen Märchenwald verwandelt worden war, wurden die Gäste von einem Teufelchen in Empfang genommen und auch die Prinzessin nebst Froschkönig, sowie der König Drosselbart gaben sich die Ehre.

Um sich die Zeit bis zum Beginn der Show zu verkürzen, traten die Zuschauer in das „Schlaraffenland“ ein. Hier hatte der Festausschuß ein köstliches Kuchenbuffet, aber auch Herzhaftes und kleine Leckereien parat. Um 15.45 Uhr startete die Bigband des Sarstedter Gymnasiums das Programm und nach der offiziellen Begrüßung durch Ortrud Kepper-Bruns und Silke Schütte-Pintak übergaben diese das Wort an Bärbel Höhne. Höhne, professionelle „Märchentante“, führte mit teilweise frei erzählten Märchen durch die Show und überbrückte so auch die Umbaupausen. Die Kleinsten, gemeinsam mit ihren Eltern, sowie die 3- bis 6-Jährigen eröffneten den Märchenreigen mit ihrer Präsentation vom „Sterntaler“. Übungsleiterin Katrin Libera verlas die Geschichte und kaum hatte Finja Wedekind als Sterntaler die Jacke ausgezogen , fing der Himmel an zu leuchten, die Sterne fielen auf sie herab. Aus der Ferne kamen viele weitere kleine Sterntaler dazu und gemeinsam turnten sie durch die Welt. Die Tanzgruppen Chili Poppies und Pepper Chicks zeigten in einer wunderbaren Choreographie das Märchen der zertanzten Schuhe. 16 Prinzessinnen tricksten ihren Vater, den König, aus und verschwanden des Nachts heimlich, um die Nächte und ihre Schuhe zu durchtanzen. Bei König Drosselbart und den „Dolce Vita“ ging das anders. Hier war es die verwöhnte, hochnäsige Prinzessin, die unter die Haube sollte. Der König schmiss eine große Party, doch die Prinzessin hatte an jedem etwas auszusetzen. Der eine war ihr zu kurz, der andere zu lang. Einer hatte nicht genügend Bizeps, ein anderer nicht genügend Trizeps, einer kam mit einem Waschbärbauch statt Waschbrettbauch…Schließlich hatte der König die Faxen dicke und verheiratete sie mit dem erstbesten Bettler. Erst als die „Dolce Vita“-Prinzen im Schloss erschienen, outete sich der Bettler als „König Drosselbart“ und ließ die Muskeln spielen.
Prinzessin Nicole und Froschkönig Heike zankten sich im Anschluss um die goldene Kugel in Form eines Redondoballes. Gemeinsam mit den Teilnehmern ihres Kurses „Rückenfit“ lieferten sie sich ein Übungsbattle, fanden aber am Schluss doch zusammen und der Frosch bekam sein Küsschen. Eine große Ratten- und Mäuseplage rief auch den „Rattenfänger von Sarstedt“ auf den Plan. Als Lohn für die Beseitigung der Tierchen forderte er die Tochter der Bürgermeisterin. Als diese nach getaner Arbeit das Versprochene verweigerte, lockte er mit einem wundersamen Flötenspiel alle Kinder der Minileistungsriege an, die ihm dann gekonnt „hinterherturnten“. Und eine wunderschöne Königin, die beim Blick in ihren wundersamen Spiegel sprach: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer sind die besten Tänzer im ganzen Land?“ bekam zur Antwort: „Frau Königin, ihr seid die beste Tänzerin hier, aber die Mädchen von Lipstick deluxe, den Hip Hop Mädels, hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen sind tausendmal besser als ihr!“ Darauf folgte „Das rumpelgestilzte Rapunzel“, dargestellt vom Kurs „PowerZirkel“. So gemixt wie der Titel war auch der Gerätezirkel, den die SportlerInnen absolvierten als Einblick in eine Übungsstunde. Bevor es in die Pause ging eroberten Ali Baba und die 17 Räuber die Halle. Die 6- bis 10-Jährigen turnten zur Musikuntermalung der Big Band des Gymnasiums und sprachen die magischen Worte zum Erhalt des riesigen Goldschatzes. In der Pause konnte dann z.B. beim ausliegenden Märchenquiz mit 16 Fragen erraten werden, welcher chirurgische Eingriff eine Familie rettete. Für die 10 besten Rater gab es Fitnesstickets zu gewinnen. Die zweite Hälfte der Show bestritten rund 50 Turnerinnen und Turner aller Altersklassen und in einer Reihe sitzend auf der Suche nach den goldenen Bechern. Rein akustisch und rhythmisch klatschend wurden 20 Becher nacheinander weitergereicht. Wie eine Welle schwappte der Rhythmus durch die Halle, unterstützt durch das begeisterte Publikum. Durch die fleißigen Helferlein in Form „Der Männer“ ging es nahtlos weiter. Sie hatten bereits die Geräte für die Dornröschen- Präsentation der Leistungsriege aufgebaut. Die kleinen Feen verschenken auf dem Bodenläufer Handstände, Räder, Rollen und vieles mehr und das Hofvolk zeigte auf dem schmalen Balken, was möglich ist. Handstand, Rad und Salti begeisterten die junge Prinzessin so sehr, daß auch sie mitturnen wollte. Dass der Müller seine Tochter an den König verschacherte, weil sie angeblich Stroh zu Gold spinnen könne, ist bekannt. Die Ladys der Stepkurse machten sich auf die Suche nach dem Namen des goldspinnenden Männleins und entdeckten das Rumpelstilzchen tief im Wald um ein Feuer tanzend. Den Namen überbrachten sie wie im Märchen der Königin. Düster und gruselig blieb es auch im nachfolgenden Tanzmusical aller Tanzgruppen. Es kam zu einer Gerichtsverhandlung. Angeklagt war der böse Wolf, die Hühner und die Geißlein gefressen zu haben. Diese erfreuten sich allerdings bester Gesundheit ebenso wie das Rotkäppchen und die Großmutter, denn der Wolf in dieser Geschichte ist schon seit Jahren Vegetarier und wenn sie nicht gestorben sind, dann tanzen sie noch immer. Vielleicht gemeinsam mit der Eiskönigin. Ein weiteres Mal zeigte die Leistungsriege mit welcher Eleganz man durch die Luft fliegen kann. Weißgekleidet, von Schwarzlicht angestrahlt, verzauberte sie das Publikum mit ihrer Bodenkür und erwärmte dessen Herzen.
Zum Schlussbild traf das „Sterntalerchen“ Antonia Kese auf den „Mann im Mond“, Timo Himmelmann. Sie riefen noch einmal alle Beteiligten auf die Fläche und unter dem Funkeln und Leuchten hunderter Knicklichter und Taschenlampen turnten beide auf dem Bodenläufer eine gemeinsame Kür. Mit Hubert Kahs „Sternenhimmel“ verabschiedeten sich alle Mitwirkenden von ihren Gästen, wünschten einen guten Heimweg und ein baldiges Wiedersehen in der Hoffnung, alle ein bisschen verzaubert zu haben.

Und auch die Gewinner des Märchenquiz sind unter 30 komplett richtig ausgefüllten Zetteln ausgelost. Über Gewinne freuen können sich aus Sarstedt Jennifer Czerwinka, Fam. Gladitz, Carolin Draber, Michaela Freier, Thalea Poggel, Jessica Crupa, Christine Möhlenbrock und Melanie Feddern, sowie Angela von Swiontek (Isernhagen) und Frank Wedekind (Gronau).
Die Gewinne können ab Freitag, 20.03.2015, im Sportbüro abgeholt werden, montags von 15.00 bis 18.00 Uhr, mittwochs von 09.30 bis 11.30 Uhr und freitags von 09.30 bis 11.30 Uhr.
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