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Zusammenarbeit mit Stadt: „Mehr wäre besser“

Der neue Vorstand

Mit einer Gedenkminute für den im vergangenen Jahr verstorbenen Wilfred Haselsteiner begann die diesjährige Jahreshauptversammlung der GHG. Ihr Vorsitzender Roger Olbinsky hob noch einmal die besonderen Verdienste Haselsteiners für die Sarstedter Kaufmannschaft hervor und sagte, „seine Ideen und sein Einsatz werden uns fehlen“. Es folgte ein Bericht über die diversen Aktivitäten des Vereins, die mit Maimarkt, Sommerfest, Bayrischem Frühschoppen, Kartoffelmarkt, der 1. Sarstedter Wiesn und dem Goldenen Oktober allesamt wieder sehr erfolgreich gewesen seien. Man habe zudem beim Schützenumzug Präsenz gezeigt, bei der Durchführung des Blaulichttages unterstützt und sei als Sponsor beim Lutherquiz aufgetreten, ergänzte Olbinsky die zahlreichen Aktivitäten der GHG. Problematisch sei lediglich die Weihnachtsaktion gewesen. Diese habe man eigentlich über zwei Tage geplant, aber seitens der Stadt sei keine Bereitschaft vorhanden gewesen, an der Organisation des freitäglichen Wochenmarktes etwas zu ändern, so dass für die GHG nur der Samstag geblieben sei. Dieser habe sich jedoch insbesondere aufgrund der Verlosaktion als ausgesprochen erfolgreich erwiesen „Lose ziehen offensichtlich immer“, freute er sich. Fehlendes Engagement seitens der Stadt kritisierte auch Kassenprüfer Uwe Dürrschmidt, der Kassenwart Sebastian Krone gleichzeitig eine einwandfreie Kassenprüfung bestätigte. Aus Sehnde, wo er ebenfalls Mitglied der „Interessengemeinschaft Sehnder Kaufleute“ sei, kenne er das anders. Da sei der Bürgermeister bei jeder Sitzung dabei. Roger Olbinsksy hob in diesem Zusammenhang hervor, dass sich die Zusammenarbeit mit der Stadt inzwischen wesentlich verbessert habe. „Wir reden viel miteinander“, betonte er, doch die Unterstützung sei teilweise nicht offensichtlich, denn die GHG müsse beispielsweise nach Veranstaltungen nicht für die Straßenreinigung in der Innenstadt sorgen. Er stellte jedoch fest, dass durchaus Potential nach oben bestehe. „Mehr wäre besser“, bekräftigte auch Marlene Franke. Ferner merkte Uwe Dürrschmidt an, dass bei einem knapp positiven Kassenergebnis Veranstaltungen mit defizitärem Charakter zu überdenken seien. Auch wenn man als Verein nicht gewinnorientiert arbeite, solle es dennoch das Ziel sein einen Überschuss zu erwirtschaften, mit dem man gegebenenfalls anspruchsvollere Veranstaltungen auf die Beine stellen könne. Dem widersprach Roger Olbinsky mit dem Verweis auf den Werbeauftrag der GHG, den diese mit den verkaufsoffenen Sonntagen erfülle.

Auch in diesem Jahr hat die GHG wieder einen gefüllten Veranstaltungskalender. Auftakt der Aktionen wird der Maimarkt am 07. Mai sein, es folgt das Sommerfest der GHG am 24.06. im Sarstedter Hof, der Bayrische Frühschoppen am 09.07., der Kartoffelmarkt am 03.09. und der Goldene Oktober am 29.10. Nach dem großen Erfolg der Weihnachtsaktion im vergangenen Jahr wird es dieses Mal zwei Verlosungen geben, jeweils am Samstag vor dem 1. und dem 4. Advent, wobei der Ablauf der Verlosungen auf jeden Fall optimiert werden soll, versprach Roger Olbinsky. Auch an der Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt wird gearbeitet. Im vergangenen Jahr haben einige Lichterketten nicht aufgehängt werden können, da die erforderlichen Haken bei Fassadensanierungen entfernt worden seien. Hier laufen Gespräche mit der Stadt, damit diese wieder angebracht und die erforderlichen Leitungen gelegt werden, so dass Sarstedt in der Adventszeit wieder im Lichterglanz erstrahlt. Dass dieses in der Holztorstraße nicht der Fall war, sei weder Verschulden der GHG noch der Stadt Sarstedt, wurde von Dirk-Sikko Schmidt mit Nachdruck hervorgehoben. Bereits vor fünf Jahren habe man alle dort ansässigen Geschäfte angeschrieben und eine Übernahme der für die Holztorstraße vorhandenen Lichterketten angeboten. Für jeden hätte dieses einen Kostenbeitrag von rund 30 Euro bedeutet. Nur ein Geschäft habe sich darauf zurückgemeldet, führte er aus. Da eine einheitlich leuchtende Innenstadt jedoch im Interesse aller Sarstedter sei, werde die GHG den Geschäftsleuten in der Holztorstraße die Übernahme der Lichterketten erneut in Option stellen. In diesem Zusammenhang betonte Roger Olbinsky noch einmal, dass die Holztorstraße nach wie vor im Focus der GHG liege. Nicht zuletzt deshalb umfassten die großen Veranstaltungen den gesamten Bereich von der Holztorstraße bis zur Post, hob er hervor.

Neben Rückblick und Ausblick galt es auf der Versammlung auch einige Vorstandsposten neu zu besetzen. Als 1. Vorsitzender wurde Roger Olbinsky von der Versammlung bestätigt, neuer Kassenwart ist Steuerberater Florian Mecking (Steuerbüro Krone). Er ersetzt Sebastian Krone, der das Amt aus eigenem Wunsch abgegeben hatte, aber als Beisitzer auch weiterhin dem GHG Vorstand angehört. Als 2. Kassenprüfer steht Lars Fütterer (Sparkasse) Uwe Dürrschmidt zur Seite. (cn)

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