Trotz Corona-Pandemie in weihnachtlicher Atmosphäre in Sarstedt einkaufen

„Das Bürgerverhalten ist akzeptabel aber differenziert“, schilderte Polizeihauptkommissar Thomas Grote die Einschätzung der Situation seitens der Sarstedter Polizei. „Es werden einige Anzeigen geschrieben, aber insgesamt halte sich das Ganze im Rahmen.“ Leider gehe es oft nur über den Geldbeutel. „Viele akzeptieren die Regeln nach außen hin, aber es gibt auch einige, die uneinsichtig sind“, führte er anlässlich der Corona-Presseinformation am 27. November aus und berichtete in dem Zusammenhang von einem Vorfall mit einer Hochzeitsgesellschaft, bei dem es auch zu körperlichen Attacken gegen Polizeibeamte gekommen sei. „Das ist schon sehr fragwürdig“, merkte er an. Aber insgesamt hielten sich die Meisten an die Regelungen und die Beamten hätten die Situation im Griff.
 In Bezug auf die Aktion „Weihnachtlich Einkaufen in Sarstedt“ berichtete Stadtmanagerin Andrea Satli, dass man im Austausch mit dem Gesundheitsamt auslote „was geht“ und betonte „Wir versuchen alles was machbar ist in dieser Zeit, um die Weihnachtszeit in der Innenstadt schön zu gestalten.“ Ihr Dank ging dabei ausdrücklich auch an die Mitarbeiter des Bauhofs, die in den vergangenen Tagen durch das Anbringen der Weihnachtsbeleuchtung und das Aufstellen von 30 Tannenbäumen in der Fußgängerzone für weihnachtliche Stimmung in der Stadt sorgten. Im Einsatz ist die Weihnachtsbeleuchtung seit Freitagnachmittag. Eingeleitet mit weihnachtlichen Trompetenklängen aus dem Rathausfenster, gespielt von Harm Engelbart, erfolgte das nunmehr schon traditionelle „Anleuchten“, bei dem die Lichtgirlanden in der Fußgängerzone eingeschaltet wurden. 
Im Zuge des „weihnachtlichen Einkaufens“ werden die Geschäfte in Sarstedt an zwei Samstagen (05. und 19.12) bis 18 Uhr sowie am langen Donnerstag, dem 10.12. bis 20 Uhr zu Weihnachtseinkäufen in stimmungsvoller Atmosphäre in Sarstedt einladen. Für die langen Einkaufstage sind musikalische Darbietungen aus dem Rathausfenster von Solisten angedacht und eine Schneefrau auf Stelzen wird die Besucher der Innenstadt erfreuen. Zum Verstauen der Einkäufe können in den Geschäften „Sarstedter Einkaufstaschen“ aus Papier erworben werden. Ein Schmalzkuchen- sowie ein Bratwurststand werden in der Fußgängerzone dann ebenfalls zu finden sein „Der Verzehr der Speisen ist in der Fußgängerzone allerdings nicht gestattet“, bedauerte Satli. Die Weihnachtsbäume in der Stadt werden in den nächsten Tagen von den Sarstedter Kitas geschmückt und laden dann zum Bewundern ein.
Aus dem Ordnungsbereich ließ Fynn Gogoll verlauten, dass es immer wieder Nachfragen bezüglich der neuen Corona-Regelungen gebe, die noch einmal eine deutliche Verschärfung der Verhaltensregeln darstellten. Näheres seitens der Stadt gibt es, sobald die Regelungen von der Landesregierung fixiert sind. 
Stadtbrandmeister Jens Klug fasste sich kurz: „Wir sind zu einhundert Prozent einsatzbereit!“
„Beide Grundschulen befinden sich wieder im Normalbetrieb”, wusste Bauamtsleiter Rembert Andermann in Vertretung für Christoph Neuber zu berichten. Die Quarantäne einer Kindertagesstätte laufe aktuell aus, ansonsten sei alles in Ordnung. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Rathaus arbeiten, wenn möglich, aus dem Home Office, Bauhof und Bedienstete der Kläranlage sind nach wie vor in zwei Schichten eingeteilt.
Bürgermeisterin Heike Brennecke informierte darüber, dass in der Stadt Hildesheim sowie im Landkreis demnächst zwei Impfstationen eingerichtet werden sollen – eine direkt in Hildesheim, die zweite vermutlich in Alfeld. Die regionale Aufteilung der Impfwilligen stehe jedoch ebenso noch aus wie die Entscheidung über den Betreiber. Ein Konzept kurzfristig erwartet.
Während die Kirchen nach Möglichkeiten suchen, Gottesdienste an den Weihnachtstagen zu feiern, steht in Bezug auf das Silvesterfeuerwerk eine grundsätzliche Regelung noch aus. In Sarstedt ist Feuerwerk per se in der Innenstadt verboten, ob für andere Bereichen der Stadt noch ein Verbot ausgesprochen wird, ist noch offen. „Aus Sicht der Stadt sehen wir derzeit keinen Handlungsbedarf“, konstatierte die Bürgermeisterin und appellierte abschließend: „Jeder einzelne ist dafür verantwortlich, die Regeln einzuhalten, damit diese Welle aufhört. Jeder hat es selbst in der Hand!“
Christina Neumann