Gut ein Dutzend der Mitglieder des Laatzener Feuerwehrmusikzuges haben sich am 15. November auf den Weg nach Nordstemmen gemacht – aber nicht, um mit ihren Instrumenten ein Konzert zu geben. Nein, dem Werk der Nordzucker AG galt das Interesse. Till Markgräfe, Mitarbeiter bei dem norddeutschen Zuckerproduzenten und gleichzeitig Mitglied im Musikzug, führte die Gruppe gut zwei Stunden lang über das große Gelände.
Mit imposanten Zahlen über das Unternehmen Nordzucker AG mit Hauptsitz in Braunschweig eröffnete Markgräfe seinen Vortrag. Anschließend ging er auf die Geschichte der 1865 erbauten Fabrik in Nordstemmen ein. Über 200 Beschäftigte (davon alleine 21 Auszubildende) produzieren dort Raffinade und Puderzucker in handelsüblichen Kleingebinden und Zucker in großen Mengen für die Lebensmittelindustrie. Seit März 2001 wird in direkter Nachbarschaft auch Flüssigzucker produziert.
Bei einem zweistündigen Rundgang über das weitläufige Gelände gingen die Laatzener den Weg von der Anlieferung der Rüben bis hin zum fertigen „weißen Gold“. Dabei kam die Gruppe an zahlreichen Förderbändern, Waschtrommeln und Kochkesseln vorbei, bevor endlich der Zucker in die Verpackung kam. „Ich hätte gar nicht gedacht, dass so viele einzelne Verarbeitungsschritte notwendig sind, um unser Süßungsmittel Nr.1 zu erzeugen“, zeigte sich eine Musikerin nach dem Rundgang beeindruckt.
Gegen 16 Uhr traten alle wieder die Heimreise nach Laatzen an, ehe es am Abend wieder los ging, diesmal bepackt mit den Instrumenten: Bei einem runden Geburtstag wurde ein Ständchen gespielt und anschließend mitgefeiert.