Einzelkreismeisterschaften: TKJ Leichtathleten holen 19 Titel

Mehrkämpferin Linda Genzel beim Hürdensprint. Die Athletin des TKJ Sarstedt erkämpfte sich bei den Kreismeisterschaften in Hildesheim insgesamt vier Titel.

Bei den Kreismeisterschaften in der Leichtathletik über verschiedene Einzeldisziplinen überzeugten die TKJ-Athletinnen und -athleten am 9. Mai in Hildesheim mit guten bis sehr guten Leistungen.

Fleißigste Titelsammlerin war Linda Genzel (Frauen). In Vorbereitung auf die Landesmeisterschaften im Siebenkampf gewann sie vier Titel. Über die 100-Meter-Hürden verfehlte Linda ihre Bestzeit nur um sechs Hundertstel – und das, obwohl der Veranstalter die siebte von zehn Hürden versehentlich auf 0,91 Meter anstelle der vorgesehen 0,84 Meter stellte. Die Bestleistung folgte auf der 200-Meter-Strecke. Trotz beachtlichem Gegenwind von -2,6 Metern pro Sekunde lief Linda in 27,03 Sekunden so schnell wie noch nie. Weitere gute Resultate erzielte Linda im Weitsprung mit genau 5 Metern sowie im Speerwurf mit 30,33 Metern.

Die 4×100-Meter-Staffel des TKJ Sarstedt in der U20 mit (v.li.) Simon Quaedvlieg, Luca Willig, Nils Passow und Oskar Eckstein hat bei den Kreismeisterschaften die Nase vorn.

Ebenfalls viele Titel sammelte mit Luca Willig (U20) der zweite Mehrkämpfer des TKJ. Im Speerwurf verbesserte er sich auf sehr gute 47,74 Meter – kein anderer Athlet warf an diesem Tag weiter. Die 110-Meter-Hürden-Distanz – erstmals über die 0,99 Meter hohen Hindernisse – meisterte Luca souverän in 16,70 Sekunden. Im Weitsprung verhinderte der starke Gegenwind bessere Leistungen als eine Weite von 5,89 Metern.

Nach drei Einzelsiegen folgte zusammen mit Oskar Eckstein, Nils Passow und Simon Quaedvlieg noch der Sieg in der 4×100-Meter-Staffel in 46,68 Sekunden.

In der männlichen U20 gewann Simon Quaedvlieg zudem den Hochsprungwettbewerb mit 1,79 Metern und die 100 Meter in 11,80 Sekunden. In derselben Altersklasse war Nils Passow über die 200 Meter (24,16 Sekunden) nicht zu schlagen.

In der männlichen Jugend U18 war der TKJ mit drei Startern vertreten. Oskar Eckstein gewann den ersten 200-Meter-Lauf seiner Karriere in 25,90 Sekunden, Armin Kollmeyer entschied mit einer deutlichen Leistungssteigerung den Speerwurf mit 41,98 Metern für sich. Seinen ersten Bahnwettbewerb bestritt Eric Schlottig. Mit 10:29,98 Minuten absolvierte er die 3000-Meter-Distanz in einer beachtlich schnellen Zeit.

Ebenfalls bemerkenswert war die Zeit des zweiten TKJ-Läufers über die 3000-Meter-Distanz. Bernward Schuck benötigte für die Strecke 14:10,73 Minuten – für einen Läufer der Altersklasse M70 eine herausragende Leistung.

Jan Aschemann gewann in der Männerklasse mit 43,28 Metern erneut den Kreismeistertitel im Speerwurf, als zweiter TKJ-Starter belegte Oliver Kwoczalla mit 36,58 Metern Platz 4. Ebenfalls Platz 4 belegte Jan im 100-Meter-Feld der Männer – wie bei allen anderen Läufen sind seine 12,50 Sekunden aufgrund des starken Gegenwindes besser einzuschätzen.

Diese sieben Nachwuchsathletinnen und -athleten traten erfolgreich bei den Kreismeisterschaften im 800-Meter-Lauf an (v.li.): Timo Richmann, Jon Richmann, Mette Harmening, Samuel Radestock, Lina Kressin, Emilia Radestock und Joshua Radestock.

Den starken Wind bekam auch die U18-Sprinterin Charlotte Schwabe zu spüren. Mit 25,89 Sekunden über 200 Meter kam sie mit den äußeren Bedingungen über die längere Strecke deutlich besser zurecht als über die 100-Meter-Distanz (13,04 Sekunden). Beide Titel waren ihr trotzdem nicht zu nehmen.

In den jüngeren Altersklassen der U16 und U14 wurden in Hildesheim zudem die Kreismeisterschaften im Speerwurf und im 800-Meter-Lauf ausgetragen. In der W14 gewann Leni Hödtke mit 17,33 Metern den vierten Speerwurftitel des Tages für den TKJ. Über die 800-Meter-Distanz stellte der TKJ mit Lina Kressin in der W11 (3:11,58 Minuten) und Emilia Radestock (2:49,62 Minuten) zwei weitere Sieger. Beide zeigten ein mutiges Rennen, in dem sie zusätzlich mit einer Verbesserung der eigenen Bestleistung belohnt wurden.

Über einen zweiten Platz mit ebenfalls neuer Bestzeit freuten sich Samuel Radestock in der M13 (2:44,30 Minuten) sowie Joshua Radestock in der M08 (3:26,66 Minuten). Jon Richmann wurde in der M13 dritter, sein Bruder Timo in der M08 vierter, ebenso wie Mette Harmening in der W09.