Was bewegt die Geschäftswelt in Zeiten von Corona?

Sarstedt (cn). Seit dem 20.04. dürfen Geschäfte im Einzelhandel mit einer Ladenfläche bis zu 800 m² sowie Kraftfahrzeug- und Fahrradhandlungen wieder ihre Verkaufsräume für Kunden öffnen. Da es in Sarstedt sehr viele kleinere und vom Inhaber geführte Geschäfte gibt, trifft diese Lockerung auf alle Läden in der Innenstadt zu. Damit kehrt langsam wieder etwas Normalität in die Stadt zurück. Die Fußgängerzone war in dieser Woche bereits wieder gut frequentiert und die Einzelhändler tun alles, damit sich die Kunden gut und sicher fühlen. Alle freuen sich, dass sie wieder Umsatz machen, auch, wenn es weniger ist als sonst – die Händler sind noch weit von der Normalität vor Corona entfernt. Auch haben die vergangenen Wochen Spuren hinterlassen. Die Sarstedter Ladenbesitzer haben unterschiedlich auf den Shutdown und dessen Folgen reagiert und hoffen nun auf Unterstützung der Kunden, damit das Leben in der Sarstedter Innenstadt weitergehen kann.

„Wir haben damit gerechnet. Es hat sich ja in den Medien angedeutet, aber es ist wirklich nicht schön!“, sagt Anke Rollwage, Inhaberin des CBR Companies Stores. Sie musste neben der Sarstedter Filiale noch zwei weitere in Bad Nenndorf und Eldagsen schließen. „Vier Wochen zu und die Kosten laufen weiter, das ist ein Schlag!“, seufzt sie. Während der Schließzeit habe sie viel gemacht und unter anderem die Präsenz des Geschäfts in den Sozialen Medien wie Facebook und Instagram optimiert und intensiviert. Für die Kunden gab es Treuegutscheine mit Mehrwert. Diese habe sie auch gut verkauft, berichtet Anke Rollwage. Einige Kunden hätten sogar auf den Mehrwert verzichtet und Gutscheine mit der Begründung „Wir wollen, dass Sie hier bleiben!“, gekauft. Diese positive Resonanz habe sie sehr gefreut. Aktuell bietet CBR Companies 20% Rabatt auf reduzierte Ware an. „Während der Schließzeit haben wir keine Ware erhalten und nun kommt schon die Maiware mit schönen sommerlich-frischen Farben“, erläutert Anke Rollwage und sagt: „So hart es ist, trotz aller Einschränkungen und Einbußen waren die Maßnahmen der richtige Schritt.“ Sie sorge sich jedoch, dass man wieder ein Schritt zurückmachen müsse, und so ist es für sie selbstverständlich, auf die Umsetzung der Vorschriften zu achten. „Man muss viel erklären. Viele Kunden sind unsicher, ob sie reinkommen dürfen und ob sie anprobieren dürfen“, doch das mache sie gern, betont sie und sie habe auch alle möglichen Schutzmaßnahmen getroffen, vom Plexiglasschutz im Kassenbereich über Masken und Desinfektionsmittel. Auch werden alle Griffe, Flächen und Kabinen regelmäßig desinfiziert. Und für Kunden, die spontan hereinschauen und keine Maske dabei haben, hat Anke Rollwage sogar Einwegmasken verfügbar. „Ich hoffe, dass bald wieder alles normal ist!“, wünscht sie.