Bürgermeisterin Brennecke setzt zu Himmelfahrt auf die Vernunft 

Angesichts des bevorstehenden Himmelfahrtstages sind seitens der Stadt keine Betretungs- oder Alkoholverbote geplant. „Die geltende Verordnung gibt alle Vorgaben, um das Geschehen auch an diesem Tag zu regulieren und soll an sich reichen“, stellt Bürgermeisterin Heike Brennecke auch in Abstimmung mit der Polizei dar, aber sie mache sich schon ein bisschen Sorgen, denn „Wir wissen, was Himmelfahrt los ist“, räumt sie ein. Sie hoffe, dass alle so vernünftig seien, sich an die Vorgaben zu halten und Abstand zu wahren betont sie und weist ausdrücklich darauf hin, dass es weiterhin nicht erlaubt ist, im Freien zu picknicken, zu grillen oder sich in Gruppen zu versammeln. 

Aktuell (Stand 15.05.2020) zeigten eine Corona-Infizierte Person in Sarstedt und eine rückläufigen Tendenz im Landkreis, dass die Menschen sich an die Regeln halten, lobte Heike Brennecke angesichts dieser Situation.

Auch ein bisschen Normalität ist trotz Corona wieder eingekehrt. Seit vergangenem Montag dürfen Restaurants wieder ihre Türen öffnen, wenn auch unter Beachtung strenger Auflagen, die 50 m-Radius-Regelung für Eiscafés und Imbisse wurde eingestellt. Die Viertklässler der Sarstedter Grundschulen sowie die Abschlussklassen der Oberschule und die Zwölftklässler des Gymnasiums haben die ersten Schulwochen gut bewältigt. „Es gab keine negativen Rückmeldungen“, freut sich Claudia Wallbaum seitens der Stadt Sarstedt. Am kommenden Montag werden nun auch die 3. Klassen wieder durchstarten, ebenso wie die 9. und 10. Klassen des  Gymnasiums. Auch Vereinssport ist inzwischen eingeschränkt unter freiem Himmel wieder möglich. Ein entsprechender Leitfaden der Sportbünde liegt den Vereinen vor. Die Möglichkeit in Gruppen zu trainieren gilt auch außerhalb von Sportplätzen, solange die Abstandsregeln gewahrt werden. Mit diesen Lockerungen  nimmt das öffentliche Leben in der Stadt wieder mehr und mehr Fahrt auf.

Offen ist jedoch noch immer, wann das Freibad seine Türen öffnen kann. „Es haben diverse Gespräche auf Kreisebene stattgefunden und alle Betreiber warten auf entsprechende Vorgaben“, berichtete Heike Brennecke. Solange es keine offizielle Verordnung gebe, könne die Öffnung des Innerstebades nicht geplant werden, im Hintergrund liefen jedoch schon alle Arbeiten, die für eine Öffnung erforderlich seien. Einem Badestart am 25.05.2020 erteilte sie jedoch eine klare Absage „Ich möchte ganz bestimmt keinen Hotspot aufmachen für Infektionsmöglichkeiten hier mitten in der Stadt!“, betonte sie ausdrücklich.

„Die vielen Änderungen sorgen immer wieder für Verwirrungen“, berichtete Fynn Gogol aus dem Bereich des Ordnungsamtes. Insbesondere in Bezug auf Spielplätze und Friseurdienstleistungen bestehe eine gewisse Unsicherheit. In der nächsten Zeit werden daher verstärkt Politessen diese Orte aufsuchen, um über die aktuellen Regelungen zu informieren. Im Finanzbereich ist inzwischen aufgrund entgangener Gewerbesteuervorauszahlungen ein Minus von 681.840 € zu den geplanten Steuereinnahmen zu verzeichnen. „Hier werden wir auch weiterhin mit drastischen Defiziten rechnen müssen, vermutlich bis in das Jahr 2021 hinein“, prognostizierte Bürgermeisterin Heike Brennecke. Für den städtischen Hilfsfonds liegen derzeit jeweils drei Anträge von Unternehmen und Vereinen vor, die seitens des Verwaltungsausschusses geprüft und ggfs. genehmigt werden.