„Aus Corona-Sicht läuft alles verhältnismäßig ruhig“

Seitens der Polizei gab es auch in der vergangenen Woche keine besonderen Vorkommnisse. „Aus Corona-Sicht läuft alles verhältnismäßig ruhig“, wie Polizeichefin Sylke Hanke anlässlich der Corona-Presseinformation am 18. Dezember berichtete. Nur vereinzelt habe es Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Maske gegeben. Sie gehe davon aus, dass das auch so bleibe, wobei sie betonte, dass die Kontrollen auch rund um die Feiertage weiterlaufen wie bisher. „Silvester können wir nicht abschätzen, das ist eine Premiere für alle“, so die Polizeichefin. Aber auch da seien die Beamten mit verstärkten Kräften unterwegs. „Es ist für alle eine besondere Situation!“, wies Bürgermeisterin Heike Brennecke in diesem Zusammenhang noch einmal auf das allgemeine Verbot zum Zünden von Silvesterfeuerwerk hin und forderte ausdrücklich zur Einhaltung der Regeln auf. Gleichzeitig dankte sie der Sarstedter Polizei für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit. ‘

Auch in den Kitas und Schulen läuft alles problemlos, wie Christoph Neuber aus seinem Fachbereich vermeldete. Trotz normaler Öffnungszeiten sind in den Kitas laut Rückmeldung der Einrichtungen von Tag zu Tag weniger Kinder. Offensichtlich habe der Appell gefruchtet, die Tagesstätten nur noch im Notfall in Anspruch zu nehmen. Diese sind in diesem Jahr noch bis zum 23.12. und dann wieder vom dem 28. bis 30.12. geöffnet. Neuber appellierte erneut an die Eltern, die Kinder jedoch wenn möglich zu Hause zu behalten und die Betreuung in der Kita nur im Notfall in Anspruch zu nehmen. Eine ähnliche Situation skizzierte er für die Schulen. Auch hier werden es täglich weniger SchülerInnen. Die Regenbogenschule suchen aktuell 30 von mehr als 400 SchülerInnen auf, bei der Kastanienhofschule sind des 30 von 250. Nach den Weihnachtsferien starten die Sarstedter Grundschulen im Normalbetrieb, allerdings greift dann auch hier die Maskenpflicht für die SchülerInnen. In Bezug auf den Corona-Schnelltest für die Lehrkräfte sei derzeit noch zu vieles unklar, beispielsweise wer die Tests durchführen soll. „Grundsätzlich finde ich das gut, aber der Ablauf ist noch zu unklar“, so Neuber.

Aus Sicht von Bauamt und Bauhof und Kläranlage informierte Lars Kuntze über eine gewohnt ruhige Lage und nutzte die Gelegenheit, den Mitarbeitern aus diesen Bereichen für ihren außerordentlichen Einsatz seit Beginn der Pandemie zu danken. Das Aufstellen der Schutzvorrichtungen in den Schulen, die Sperrung von Spielplätzen und die Beschilderung der Fußgängerzone nannte er als nur wenige Beispiele für den Mehraufwand, der in diesem Bereich zu leisten war. „Das ist an allen Stellen wirklich sehr gut gelaufen“, schloss sich Bürgermeisterin Brennecke dem Dank an.
Stadtbrandmeister Jens Klug berichtete über einen Küchenbrand in der vergangenen Woche, der mittels schneller Verfügbarkeit der Feuerwehrkameraden zügig gelöscht werden konnte. „Viele arbeiten im Homeoffice und sind dadurch schnell vor Ort“, skizzierte er. Des Weiteren warte man bei der Feuerwehr auf das Eintreffen der neuen Drehleiter, die sich zur Zeit der Veranstaltung auf dem Weg nach Sarstedt befand. Für die kommenden Feiertage wünschte er sich, dass keine Einsätze erforderlich werden und auch die Feuerwehrkameraden einen friedlichen und frohen Jahreswechsel verbringen können.
Auch der Feuerwehr dankte Heike Brennecke ihren Einsatz und merkte an „Wir sind froh, dass die Feuerwehr gut durch das Jahr gekommen ist“.

Stadtmanagerin Andrea Satli wies darauf hin, dass der lange Samstag am 19.12. aufgrund der neuen Corona-Verordnung abgesagt werden musste. Dieses sei sehr bedauerlich für die Geschäfte. Sie machte darauf aufmerksam, dass auf der Homepage der Stadt eine Liste über die Erreichbarkeit und den Service der Geschäfte und Restaurants während des Lockdowns zu finden ist. Ergänzungen und Änderungen können bei Andrea Satli andrea.satli@sarstedt.de gemeldet werden. Geschenk- und Verzehrgutscheine seien eine gute Möglichkeit, die Geschäfte und Restaurants in der Stadt zu unterstützen, so die Stadtmanagerin. Um sich zu über das Angebot in Sarstedt zu informieren sei auch der Online Marktplatz www.sarstedter.online eine gute Option, erinnerte sie und appellierte an die Unternehmen, sich daran zu beteiligen und damit Präsenz zu zeigen. Andrea Satli dankte in diesem Zusammenhang den Sarstedter Kaufleuten für die gute Zusammenarbeit und das Durchhaltevermögen und die Kommunikation „Die Krise zeigt, dass wir zusammenhalten müssen“.
Abschließend forderte sie noch einmal dazu auf, die Innenstadt zu besuchen und unter anderen die von fünf Kitas geschmückten Weihnachtsbäume zu bestaunen.

Das Rathaus wird auch über den Jahreswechsel in Mindestbesetzung im Einsatz sein, wie Bürgermeisterin Brennecke informierte. Beim Bürgercenter bleibt es auch im neuen Jahr bei den Terminvereinbarungen, das habe sich bewährt, so Brennecke, die Termine könnten teilweise bereits vorbereitet werden und es gäbe keine Wartzeiten. „Die Situation ist für alle Beteiligten von Vorteil“.

„Viele Menschen sind auch in Sarstedt mit und an Corona verstorben. Das zeigt, wie wichtig es ist, sich an die Regeln zu halten“, mahnte die Bürgermeisterin eindringlich. Bei den aktuell 37 in Sarstedt mit Corona infizierten Menschen handle es sich nicht um einen Ausbruch in einer Einrichtung, bestätigte Heike Brennecke auf Nachfrage. Vielmehr seien es Personen aus allen Altersklassen und nur sehr wenige 70+. „Auch wenn geimpft wird, wird es nicht sein wie es war. Das Virus wird uns noch lange begleiten, gab sie zu bedenken.“
Alle Verordnungen und Hinweise zu den Corona-Regelungen sind auch auf der Homepage der Stadt nachzulesen. (Christina Neumann)