51er Schützen schießen jetzt digital

Mit einer kleinen Feierstunde wurde am Freitag, den 27. August ein neuer elektronischer Schießstand auf der Anlage des Schützenvereins Sarstedt von 1951 e.V. in Betrieb genommen. Mehr als 100.000 Euro hat der Verein dafür in die Hand genommen, um den Sarstedter Schützen eine mit modernster Technik ausgerüstete Schießanlage für Luftgewehr und Kleinkaliber zu bieten. „Wir haben uns für diese moderne Anlage entschieden, um auch Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zum Sportschießen zu geben”, sagte Manfred Schmidt, 1. Vorsitzender des Vereins. Nicht zuletzt deshalb gab es auch einen Zuschuss von der Aktion Mensch. Weitere Unterstützung in Höhe von 30.000 Euro erhielt der Verein von der Stadt Sarstedt. Bürgermeisterin Heike Brennecke freute sich darüber, dass bei den Schützen nun die Digitalisierung eingezogen sei. Es sei wichtig für die Nachwuchsarbeit, auf dem neuesten technischen Stand zu sein, betonte sie. „Eine Investition von über 100.000 Euro für einen Schützenverein kann sich sehen lassen und geht nur mit Sponsoring. Der Zuschuss der Stadt ist daher gut angelegt“, betonte sie. Verbunden mit der Hoffnung, dass 2022 wieder ein Schützenfest stattfinden kann wünschte sie den Schützen „Allzeit gut Schuss!“. Auch Dennis Münter, Geschäftsführer des Kreissportbundes Hildesheim, hob hervor, dass es sich bei einem Verein dieser Größe um ein großes Projekt handele. Man habe eine sehr moderne und tolle Anlage geschaffen. Münter lobte die Stadt Sarstedt für ihre vorbildliche Förderung des Vereins und der Sportstätten allgemein. Auch Landkreis und Landessportbund gaben einen Zuschuss zur der neuen Schießanlage in Höhe von 25.000 Euro, die teilweise aus der von VW für den Abgasskandal zu zahlenden Milliardenstrafe resultieren, von welcher 100 Mio. für die Sportförderung investiert werden sollen. Münter lobte vor allem den Sportlichen Leiter der 51er Schützen, Guntbert Meyer, der sich, so Münter „richtig reingehängt hat“. Man habe mehr als 100 Telefonate geführt, berichtete er. Anna-Margarete Götzl, 2. Vorsitzende des Vereins, ließ noch einmal die Geschichte des Vereins Revue passieren. „Negative Ereignisse führen manchmal zu positiven Ergebnissen”, sagte sie in Hinblick auf den Auslöser für die Entscheidung, die Schießanlage zu renovieren, zu der letztendlich vermehrt anfallende Reparaturen im Haus geführt hatten. Neben 13 vergebenen Gewerken seien unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden der Mitgliedschaft eingeflossen, hob sie hervor

Den offiziell ersten Schuss auf der neuen Anlage durften schließlich Bürgermeisterin Heike Brennecke, KSB Geschäftsführer Dennis Münter sowie Anja Koch von der Volksbank Hannover, als Stifterin der Scheibe für den neuen Schießstand, abgeben. 

Christina Neumann