Was fällt Ihnen ein zum Stichwort „Jugendkultur“?

Barcamp? Das ist Diskussion und Erkenntnisgewinn, niedrigschwellig

Louisa Meisner und Jessica Schablow von der Stadtjugendpflege im Jugendzentrum Klecks fragen nach: Wie ist das mit der Jugendkultur in Sarstedt. Hat sie genug Raum? Findet sie Ausdruck?

Stadtjugendpflegerin Jessica Schablow von der Kommunalen Jugendpflege Sarstedt lädt zum „Barcamp“. Das ist ein offenes Veranstaltungsformat, bei dem die Teilnehmenden die Inhalte, den Ablauf und die Ergebnisse selbst gestalten. In sogenannten Sessions, kleinen Diskussionsrunden, werden Themen besprochen, Fragen aus der spontanen Runde heraus beantwortet oder Wissen ausgetauscht. Zur Spielregel gehört auch: Jeder kann mitmachen, jeder kann selbst ein Thema einbringen, muss aber nicht. Es geht um Interaktion und Netzwerken.

Das Format wird auch oft „Unkonferenz“ genannt, weil diese interaktive, offene Mitmach-Konferenz keine vorher festgelegte Agenda hat.

In Sarstedt plant die Jugendpflege ein Barcamp zum weitgespannten Thema „Jugendkulturen“. Alles, so Jessica Schablow, was im weitesten Sinne damit zu tun hat, kann Thema einer der maximal 45 Minuten dauernden Sessions werden.

Die Planung des Mitmachformats ist Resultat des „Pimp your Town!“-Planspiels aus dem Februar 2023. Damals wurden von den jugendlichen Teilnehmenden rund 65 Themen formuliert, drei davon wurden weiterverfolgt: das Jugendparlament, Wasserstationen in der Stadt und das Thema Jugendkultur. Der Rat der Stadt sagte zu, diese zu unterstützen.

Es ist gut, wenn junge Erwachsene die Chance haben, ihre Kultur zu leben, egal, wie die aussieht.“
Stadtjugendpflegerin Jessica Schablow

Ich glaube, vielen älteren Menschen fällt gar nicht auf, dass Jugend nicht mitgedacht wird“, bedauert Schablow. Deshalb nun das Barcamp, das beileibe nicht nur für junge Leute gedacht ist, sondern auch für diejenigen, die sich für deren Themen interessieren, unabhängig vom Alter. „Es ist ein Experiment“, so Schablow. Jeder könne etwas beitragen, sei es Wissen oder Erfahrungen oder auch vielleicht spannende Ideen, wie man etwas lösen könnte. Ein Geben und Nehmen. Je aktiver man mitmacht, umso mehr kann man persönlich profitieren.

Am Samstag, 6. Juni, in der Zeit von 10.00 bis 18.45 Uhr ist das Jugendzentrum Klecks deshalb Austragungsort der ersten derartigen Veranstaltung in Sarstedt. In der Mittagspause ist für einen Imbiss gesorgt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wir wollen Menschen zum Austausch über Themen bringen.“
Stadtjugendpflegerin Jessica Schablow

Dabei gilt das „Gesetz der zwei Füße“, das besagt, dass die Teilnehmenden Sessions jederzeit verlassen können, wenn sie nichts mehr beitragen oder lernen können oder wollen.

Wem ein Thema oder ein Problem einfällt, das er gerne besprechen oder eine Lösung dafür finden würde, kann sich ab sofort anmelden auf der Homepage der Stadt Sarstedt unter www.sarstedt.de. Infos erteilt auch Stadtjugendpflegerin Jessica Schablow, T. 05066-61730, jessica.schablow@sarstedt.de.

/stb