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	<title>Flüchtlinge &#8211; KLEEBLATT.de</title>
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	<description>NACHRICHTEN AUS DER REGION SARSTEDT</description>
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		<title>Große Unterstützung für Flüchtlinge aus der Ukraine </title>
		<link>https://www.kleeblatt.de/2022/03/15/grosse-unterstuetzung-fuer-fluechtlinge-aus-der-ukraine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marlene Helmers]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Mar 2022 17:34:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Hotteln/Gödringen]]></category>
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		<category><![CDATA[Ukraine Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[Derzeit schaut die Welt fassungslos auf den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine. Auch in Sarstedt ist man über die Ereignisse der letzten Wochen schockiert und zeigt große Solidarität mit den Menschen dort. „Der Krieg <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.kleeblatt.de/2022/03/15/grosse-unterstuetzung-fuer-fluechtlinge-aus-der-ukraine/" title="Große Unterstützung für Flüchtlinge aus der Ukraine ">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Derzeit schaut die Welt fassungslos auf den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine. Auch in Sarstedt ist man über die Ereignisse der letzten Wochen schockiert und zeigt große Solidarität mit den Menschen dort. „Der Krieg muss umgehend gestoppt werden, dafür stehen wir auch in unserer Stadt ein“, so Heike Brennecke, Bürgermeisterin der Stadt Sarstedt anlässlich eines Runden Tisches unter der Themenstellung „Sarstedt hilft“, der am 7. März im Stadtsaal stattfand. Dieser war bis auf den allerletzten Platz voll besetzt, was das große Interesse an Information und dem Wunsch, zu helfen, in der Stadt unterstrich.</p>
<p>Nach einer einleitenden Geschichte über Nächstenliebe von Claudia Duval führte Heike Brennecke den Teilnehmern noch einmal die Grausamkeit des Krieges vor Augen. „Was für ein Wahnsinn und was für ein Leid vor unserer Haustür“, proklamierte sie und stellte die Frage in den Raum: „Was können wir tun?“ Sie hoffe, dass den Menschen, die hier ankommen, eine Notunterkunft nach dem Vorbild von 2015 erspart bleibe. „Wir haben keinen perfekten Plan in der Tasche“, so die Bürgermeisterin. Aber man wolle auf diesem Weg ins Gespräch kommen und sich austauschen, um die Situation gemeinsam zu meistern.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Auch Pastor Fricke-Zieseniß der St. Nicolai Kirche hob hervor: „Krieg ist bei vielen noch nicht vergessen.“ Daher sei viel Solidarität mit den Menschen in der Ukraine spürbar. Nun brauche es Phantasie, Vernunft und Gemeinschaftssinn, um den Menschen in der Ukraine zu helfen. Das Gute sei, dass andere Länder in der EU mitmachen. Gleichzeitig macht er Mut: „Wir werden wachsen mit dem, was uns zuwächst“.</p>
<p>Neben dem Eruieren von Hilfsmöglichkeiten gab es seitens der Stadt auch Informationen über die aktuelle Lage, rechtliche Informationen, sowie Informationen über die bereits angelaufenen Hilfsprojekte in Sarstedt und vor Ort in der Ukraine. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern wie Hilfsorganisationen, Wohlfahrtsverbänden, Kirchengemeinden, Politik, Wirtschaft und Verwaltung, Netzwerken sowie Bürgerinnen und Bürgern, die helfen möchten, bereite man sich in Sarstedt auf die zu erwartenden Flüchtlinge vor und schaffe die dafür notwendige Infrastruktur. Dazu zählen Unterkunftsmöglichkeiten, die Versorgung der Geflüchteten mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Sanitärartikeln, die Betreuung und ehrenamtliche Begleitung, Unterstützung durch Dolmetscherinnen und Dolmetscher, sowie Lagerkapazitäten für Spenden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Sven Janisch, Fachbereichsleiter Finanzen und Ordnung im Sarstedter Rathaus, gab einige rechtliche Hintergrundinformationen, die es bei der Aufnahme von Geflüchteten zu beachten gilt. Auch wenn Bürgerinnen und Bürger aus der Ukraine mit biometrischem Reisedokument die Möglichkeit haben, sich 90 Tage visumsfrei in Deutschland aufzuhalten, rät er allen Ankommenden, sich bei der Landesaufnahmebehörde anzumelden. Dieses sei wichtig, um zu wissen, wie viele Menschen Hilfe benötigen. Man müsse die Verfahren einhalten, um den Überblick zu behalten. Bürgerinnen und Bürger aus der Ukraine, die Verwandte oder Bekannte in Sarstedt haben, können sofort zuziehen und sich bei der Stadt registrieren lassen. Die Registrierung ist auch erforderlich, um einen Anspruch auf finanzielle Unterstützung zu bekommen, was angesichts gesperrter Konten und Kreditkarten der Ukraine ein wichtiger Faktor für das Leben in Deutschland sein wird. Ferner wird bei der Aufnahme u.a. auch der Impfstatus der Ankommenden erfasst, so dass diese gegebenenfalls unbürokratisch am Impfprogramm teilnehmen können und auch Krankenversicherungsschutz genießen. Ein wichtiger Hinweis<b>: Unbegleitete Minderjährige dürfen ausschließlich über das Jugendamt aufgenommen werden!</b></p>
<p>„Wir schaffen das mit Ihnen gemeinsam, aber ohne ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement werden wir es nicht bewältigen können“, ermutigte Sven Janisch die Anwesenden.</p>
<p><b>Kontakte im Rathaus</b></p>
<p><b>Flüchtlingssituation und die Integration</b> der Geflüchteten vor Ort<br />
Ina Gehrmann – Telefon-Nummer 05066 805-66<br />
E-Mail: <a href="mailto:ina.gehrmann@sarstedt.de">ina.gehrmann@sarstedt.de</a></p>
<p><b>Wohnraumangebote</b> (diese werden gesammelt an den Landkreis Hildesheim weitergeleitet werden, der wiederum die Verteilung der Ankommenden auf den angebotenen Wohnraum übernimmt)<br />
Heike Laugwitz – Telefon-Nummer 05066 805-78<br />
E-Mail: <a href="mailto:heike.laugwitz@sarstedt.de">heike.laugwitz@sarstedt.de</a></p>
<p>Fragen in Bezug auf <b>Aufnahmestatus, Melderecht und Formalitäten<br />
</b>Sven Janisch – Telefon-Nummer 05066 805-75<br />
E-Mail: <a href="mailto:sven.janisch@sarstedt.de">sven.janisch@sarstedt.de</a> Sven Janisch für<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>Vorhandene Angebote</b></p>
<p>Im <b>Kolping Kleiderladen im Sozialen Kaufhaus, Holztorstraße 32</b>, können sich ankommende Geflüchtete kostenlos einkleiden. Die Spendenbereitschaft ist phänomenal, berichtete Heinrich Albers. „Die Mitarbeiter vor Ort haben schon Großartiges geleistet“ hob er hervor, wies jedoch darauf hin, dass Kleidung aktuell nicht mehr entgegengenommen werde. Kleidung sei ausreichend vor Ort in der Ukraine vorhanden, in den Hilfsunterkünften in Polen und Ungarn werden die Verteilung durch Organisationen wie das DRK und den THW koordiniert, so dass Kleidung aktuell nicht benötigt werde.</p>
<p>Benötigt werden Medikamente, Erste-Hilfe-Utensilien, Hygieneartikel, Babynahrung, Campingmaterial und Dinge des täglichen Bedarfs. Diese können weiterhin dort abgegeben werden. Geflüchtete Menschen können nach der Ankunft in Sarstedt gegen Vorlage eines Ausweises direkt im Kolping Kleiderladen kostenlose Kleidung bekommen. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 10 Uhr bis 18 Uhr.</p>
<p>Im Sozialen Kaufhaus ist auch die <b>Lebensmittelausgabe „Guter Hirt“</b> zu Hause. Marina Seidel informierte hierzu, dass die ankommenden Menschen eine Erstausstattung an Lebensmitteln und Hygieneartikeln erhalten, eine Dauerversorgung jedoch mit den derzeitigen Möglichkeiten nicht sichergestellt werden könne.</p>
<p>Die<b> Freiwilligen Agentur „Spontan“</b> steht laut Magdalena Mertens für kleine Unterstützungen im Alltag in Abstimmung mit Ina Gehrmann zur Verfügung.</p>
<p><b>Dennis Beckmann, Sarstedter und Mitarbeiter der K+S</b>, berichtete über Spendentransporte in die Ukraine und bot an, Spenden mit nach Sehnde zum Kaliwerk zu nehmen. Angesichts der katastrophalen Situation in den Krankenhäusern der Ukraine werden medizinische Produkte, Verbandsmaterial und Medikamente dringend benötigt. Zudem werden Fahrer für die Transporte gesucht. Für Spenden oder Fahrangebote ist Herr Beckmann unter der Tel. Nr. 0163 33 88 303 erreichbar.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>In Gödringen sind bereits einige Flüchtlinge angekommen. Unter den Helfenden gibt es eine große Solidarität. Wer nicht selbst helfen kann, unterstützt mit finanziellen Mitteln.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>Was fehlt noch?</b></p>
<p>Bürgermeisterin Brennecke fasste zusammen, was derzeit noch fehlt. Wer Geflüchtete bei Behördengängen unterstützen kann, wer Zeit hat für praktische Lebenshilfe wie beispielsweise Begleitung bei Arztbesuchen, oder wer als Dolmetscher zur Verfügung stehen würde, der möge sich bitte bei der Stadt Sarstedt melden. Alle Hilfsangebote werden dort in einer Datenbank zusammentragen und bei Bedarf in Anspruch genommen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Auch Wohnraum für Geflüchtete wird nach wie vor benötigt. Wer Wohnraum zur Verfügung stellen möchte, solle sich jedoch darüber im Klaren sein, dass die Dauer der Bewohnung unklar sei und man sich auf eine längere Zeit einstellen müsse. Acht Wochen seien da nicht realistisch.</p>
<p>Die Bürgermeisterin beschloss die Veranstaltung mit dem Appel, die russischen Bürgerinnen und Bürger, die bei uns leben, nicht für das Geschehen in der Ukraine verantwortlich zu machen. „Es ist nicht der Krieg der Menschen in Russland sondern der Krieg von Putin. Russen, die hier bei uns leben, wollen Frieden in ihrer Heimat und in der Ukraine“, betonte sie ausdrücklich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Alle Informationen und Kontaktdaten sind auch auf der Homepage der Stadt Sarstedt zu finden. Über das Netzwerk „Sarstedt hilft“ will man auch weiterhin am Runden Tisch im Gespräch bleiben, sich austauschen und vernetzen, um alle Möglichkeiten so effektiv wie möglich zu nutzen. Die nächste Veranstaltung dazu ist für Anfang April geplant.</p>
<p>Wie sich die Situation weiter entwickeln wird, ist derzeit nicht absehbar. Wieviel Bewegung darin liegt, zeigt sich bereits daran, dass am 14. März, nur wenige Tage nach der Veranstaltung, die erste Sammelunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine in Sarstedt eingerichtet wurde. Bis zu 50 Personen finden seitdem in der Sporthalle des Gymnasiums bis zur Vermittlung eines passenden Wohnraums eine Unterkunft.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Christian Neumann</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Weg in den Job oft schwer</title>
		<link>https://www.kleeblatt.de/2016/12/22/weg-in-den-job-oft-schwer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Helmers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Dec 2016 11:32:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Lokales]]></category>
		<category><![CDATA[Regionales]]></category>
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		<category><![CDATA[Top News mit PUSH]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
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					<description><![CDATA[Malermeister Ralf Richard vermittelt dem 26-jährigen Scheich Emad in seinem Betrieb das Handwerkszeug für hochwertige Wandgestaltung. &#160; Seit dem Sommer 2015 kamen unzählige Flüchtlinge nach Deutschland. Viele werden bleiben. Auch in Sarstedt sind Männer, Frauen <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.kleeblatt.de/2016/12/22/weg-in-den-job-oft-schwer/" title="Weg in den Job oft schwer">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB16112016FlüchtlingeJobsRichardScheich.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5263" src="http://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB16112016FlüchtlingeJobsRichardScheich.jpg" alt="" width="3456" height="2304" srcset="https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB16112016FlüchtlingeJobsRichardScheich.jpg 3456w, https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB16112016FlüchtlingeJobsRichardScheich-300x200.jpg 300w, https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB16112016FlüchtlingeJobsRichardScheich-768x512.jpg 768w, https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB16112016FlüchtlingeJobsRichardScheich-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 3456px) 100vw, 3456px" /></a></p>
<p>Malermeister Ralf Richard vermittelt dem 26-jährigen Scheich Emad in seinem Betrieb das Handwerkszeug für hochwertige Wandgestaltung.</p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Seit dem Sommer 2015 kamen unzählige Flüchtlinge nach Deutschland. Viele werden bleiben. Auch in Sarstedt sind Männer, Frauen und Kinder bereits dabei, heimisch zu werden. Doch um richtig „anzukommen“, braucht es eine sinnvolle Tätigkeit, einen Job. Das Kleeblatt hat sich zur Lage umgehört.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Unterschiedliche Startbedingungen</b></p>
<p>Nach Auskunft von Elke Pytel-Weber, die sich in Sarstedt um die Flüchtlinge kümmert, suchen sich nicht wenige so bald als möglich einen Job, um auf eigenen Füßen zu stehen: „Einige Pakistani, die schon seit rund drei Jahren in Sarstedt leben, arbeiten in Hannover oder Laatzen in der Gastronomie.“ Andere würden vom Bauhof für gemeinnützige Arbeiten beschäftigt. „Leben strukturieren, Kenntnisse vermitteln, Leben in Deutschland näher bringen“, seien wichtige Aspekte. „Es gibt Studenten, die natürlich wieder studieren und hier einen deutschen Abschluss machen wollen und deshalb schnellstmöglich Kurse belegen, und andere in allen Altersgruppen, bei denen erstmal eine Alphabetisierung nötig ist.“</p>
<p><b>Spezialisten für spezielle Probleme</b></p>
<p>Beim Jobcenter Hildesheim wurde im April 2016 eine spezielle Abteilung eingerichtet, die sich ausschließlich mit den Belangen von Flüchtlingen beschäftigt, das Integrationscenter. Seitdem, so Stephanie Tieska, die Leiterin des Sarstedter Jobcenters, werden dort gezielt Kompetenzen gebündelt. „Wir haben seitdem wieder Zeit für unsere anderen Kunden.“ Walter Prigge, Teamleiter des Integrationscenters, betont dessen Einzigartigkeit in Niedersachsen: „In Hildesheim haben wir muttersprachliche Lotsen jederzeit vor Ort, die sich mit dem Prozedere in den Behörden auskennen und die Sprache unserer Kunden sprechen; die alles aus eigener Erfahrung kennen und den Flüchtlingen dadurch auch Vertrauen vermitteln.“ Im Ideal geht es um individuelle Arbeitsmarktstrategien für jeden einzelnen.</p>
<p><b>Statistik</b></p>
<p>Im Landkreis Hildesheim leben derzeit rund 1150 anerkannte Flüchtlinge, die durch das Integrationscenter betreut werden. Davon sind 68 % Männer und 32 % Frauen, 75 % sind jünger als 35, davon ein Fünftel jünger als 20 Jahre. Nur 2,5 % sind älter als 65. Dazu gibt es 813 Flüchtlinge, die noch nicht anerkannt sind, jedoch eine Aufenthaltsgestattung oder Duldung haben.</p>
<p>62,6 % kommen aus Syrien, 23,5 % aus dem Irak und 7,3 % aus Eritrea. Der Rest aus aller Herren Länder.</p>
<p><b>Förderwege</b></p>
<p>Die Hälfte aller anerkannten Flüchtlinge im Landkreis gilt als Analphabeten. „Die hatten einfach keine Bildungschance“, so Prigge.</p>
<p>Maßnahmen sind deshalb Alphabetisierungs-, Sprach- und Integrationskurse. Durch den sogenannten Berufspsychologischen Service wird in einem standardisierten Test ermittelt, ob eventuelle Schulabschlüsse mit einem hiesigen vergleichbar sind. Als Ziel nennt Prigge „Hauptschulabschluss, Einstiegsqualifizierung durch Praktikum und dann ein Ausbildungsberuf“. Grundsätzlich gelte: „Es ist wie überall: Es gibt solche und solche. In der Regel sind sie sehr engagiert und bemüht, davon können sich einige unserer deutschen Kandidaten eine Scheibe abschneiden. Wir sehen Arbeitsengagement, Bereitschaft zum Lernen und Pünktlichkeit.“ Rund fünf Jahre, so sei die Schätzung, brauche ein neu angekommener Flüchtling vom Beginn des Spracherwerbs bis zum Ausbildungsende.</p>
<p>Ein knappes Dutzend ungefähr werde pro Monat in Jobs vermittelt.</p>
<hr>
<p><a href="http://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB16112016FlüchtlingeJobsJugendwerkstatt.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5259" src="http://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB16112016FlüchtlingeJobsJugendwerkstatt.jpg" alt="" width="3456" height="2304" srcset="https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB16112016FlüchtlingeJobsJugendwerkstatt.jpg 3456w, https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB16112016FlüchtlingeJobsJugendwerkstatt-300x200.jpg 300w, https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB16112016FlüchtlingeJobsJugendwerkstatt-768x512.jpg 768w, https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB16112016FlüchtlingeJobsJugendwerkstatt-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 3456px) 100vw, 3456px" /></a></p>
<p>Ausbilder Gino Pinto leitet den 22-jährigen Sudanesen Mutez Jamal Naser und seinen Landsmann Abdul Karim Adam (24) in der Werkstatt an. Zaunlatten für Kindergärten werden derzeit gefertigt. Während Adam, der im Sudan Verkäufer war, hier später gerne auf dem Bau arbeiten würde, möchte Naser auch in Deutschland am liebsten wieder LKWs fahren – wie im Sudan. Beide haben über die THW-Flüchtlingsgruppe Anschluss an Sarstedt gefunden. Ob ihr Asylantrag bewilligt wird, steht in den Sternen.</p>
<hr>
<p><b>Ehrenamtliche</b></p>
<p>Großen Wert legen die Fachleute vom Arbeitsamt auf die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen, die sich unterstützend für Flüchtlinge einsetzen. „Es gibt eine gute Kooperation mit dem Netzwerk Asyl, der Stadt, dem Runden Tisch und den Wohlfahrtsverbänden“, sagt Prigge.</p>
<p><b>Einstiegshilfe</b></p>
<p>Seit 1984 ist in Sarstedt die Jugendwerkstatt als Projekt der Jugendhilfe in Trägerschaft der Stadt und führt Maßnahmen für das Jobcenter durch. Sie bietet Beschäftigungsmöglichkeiten, Orientierung und Unterstützung für junge Menschen, die in ihrem Bildungsweg Brüche haben und bereitet sie auf den Arbeitsmarkt vor.</p>
<p>Seit August 2016 nimmt die Jugendwerkstatt Sarstedt auch Flüchtlinge unter ihre Fittiche, Sudanesen, Pakistani und Syrer bisher. „Wir müssen im Hinterkopf haben, dass die Jungs unter Umständen traumatische Erfahrungen mit sich tragen. Darauf müssen wir in unserem Handeln achten“, weiß Einrichtungsleiter und Sozialpädagoge Hans Abraham. In der Tischlerei, die in Sarstedt betrieben wird, lernen die jungen Männer von Tischler Gino Pinto nicht nur, wie man hämmert und sägt. Es gibt erste Deutschstunden, die tatsächlich einen Schwerpunkt bilden für die Flüchtlinge, deren Asylverfahren noch nicht angeschlossen sind und die deshalb noch keine offiziellen Integrationskurse besuchen können. „Über die handwerklichen Aufträge ins Gespräch zu kommen, steht im Fokus“, so Abraham. Dazu werden wichtige Qualitäten wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit geübt.</p>
<p>Als letzte ins Auge fallende Maßnahme hat die Jugendwerkstatt die falsch und wenig attraktiv restaurierte hölzerne Marktfrau wieder zu einer ansehnlichen Figur geschminkt. Auch werden „Trapezbänke“ für die Grundschule in Harsum gefertigt oder der Aufbau von Möbeln für Flüchtlingswohnungen erledigt.</p>
<p><b>Zufall und Glück</b></p>
<p>Emad Scheich Sadun (26) ist durch einen glücklichen Zufall bei Malermeister Ralf Richard von „farbgestalt“ gelandet und lernt nun drei Jahre Maler und Lackierer. Die Aufenthaltsgenehmigung wurde gerade verlängert. Seit vier Jahren ist er schon in Deutschland. In Syrien hat der junge Mann Jura studiert.&nbsp;</p>
<p>Als er seinem Friseur erzählte, das er einen Ausbildungsplatz suche, hat dieser einen seiner Kunden gefragt: Ralf Richard. „Beim Friseur, noch dazu einem arabischen, wird halt viel geklönt unter Männern. Es war einfach Glück“, so der Sarstedter.</p>
<p>Richard hat als Ausbilder „vermeintlich schwierigere Kandidaten“ Erfahrung und ist das Projekt entspannt angegangen. Er hat auch schon einen Sudanesen als Praktikanten, der wegen seiner Sprachbegabung aber lieber als Dolmetscher arbeiten wollte und jetzt Deutsch auf „C1“-Level lernt. „Lässig, offen, gute Laune und das Leben mit einer Leichtigkeit nehmend, da sehe ich den afrikanischen Einfluss. Zu beachten seien für Firmen, die ausbilden wollen, vor allem kulturelle Unterschiede. „Ein Ausbilder braucht Empathie, sich in die Situation des Flüchtlings rein zu fühlen, Wissenshunger, sich damit auseinanderzusetzen, Geduld, Verständnis und Spaß am Kontakt mit Menschen.“ Die Flüchtlinge bräuchten, damit es gelingt, die Firma als „Familienersatz“, Wertschätzung und ein Gefühl von Ankommen, Wohlfühlen und Zugehörigkeit. Auch die Kollegen müssten mitziehen, „sonst geht der Ausländer ein wie eine Primel.“</p>
<p>Das Problem: „Ausbildung ist heute für viele kleine Betriebe nicht mehr leistbar.“ Aber: „Wenn man die Kapazitäten hat und das als Passion sieht, dann profitiert man!“ Eigentlich, so sinniert der Malermeister, wäre eine Fortbildung für Ausbilder gut, in der ein Grundverständnis für Religion, Situation und Bedürfnisse der Flüchtlinge vermittelt würde. Eine Art „interkulturelles Training“, das auch beinhaltet, die anderen Mitarbeiter auf die neue Situation vorzubereiten.</p>
<p>Sadun schätzt die hochwertige Arbeit bei Farbgestalt: „Das ist hier was Besonderes. Und schon zu Hause habe ich die Arbeit der Handwerker bewundert. Jetzt ist es dem Ausbilder wichtig, das sein Azubi weiterlernt, den er gern übernehmen möchte. „Ein weiterer Sprachkurs wäre gut. Sprache ist ganz wichtig. Emad hatte von Anfang an der Blick für Wertarbeit. Fachlich wird er ein brillianter Handwerker und er hat den Intellekt. Und im Handwerk ist natürlich ein Führerschein notwendig.“</p>
<p>Ziele hat der Azubi: „Ohne Ziel wird das Leben nichts! Und ich will das hier richtig machen. Die Ausbildung macht Spaß. Ich bin glücklich hier. Wenn man etwas gut macht, dann gibt es einem auch was Gutes.“ Kontakte sucht er vor allem unter Nicht-Flüchtlingen, weil ihn die Gespräche über Flucht und Zuhause sonst schnell belasten. Seine Familie wohnt in Bissendorf. Er ist nicht allein.</p>
<hr>
<p><a href="http://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB21122016FlüchtlingeHaedar.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-5264" src="http://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB21122016FlüchtlingeHaedar.jpg" alt="" width="3456" height="2304" srcset="https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB21122016FlüchtlingeHaedar.jpg 3456w, https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB21122016FlüchtlingeHaedar-300x200.jpg 300w, https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB21122016FlüchtlingeHaedar-768x512.jpg 768w, https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/12/KB21122016FlüchtlingeHaedar-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 3456px) 100vw, 3456px" /></a></p>
<p>Der Syrer Morhaf Haedar und seine Frau Leila haben in Deutschland gute Perspektiven.</p>
<hr>
<p><b>Gut ausgebildet</b></p>
<p>Gut getroffen haben es auch Morhaf Haedar und seine Frau Leila. Der 28-jährige Syrer aus der Stadt Salamiyya, eine Stadt ungefähr in der Größe Hildesheims, nordöstlich von Homs gelegen, ist vor eineinhalb Jahren nach Deutschland gekommen. In Syrien hat er in Aleppo Maschinenbau studiert, seinen Bachelor gemacht und dann an der Uni als Dozent gearbeitet, um den Master aufzusatteln. Dazu kam es jedoch aufgrund der Bedrohungssituation nicht mehr. Er floh in den Libanon, arbeitete für eine britische Firma, deren Gebiet Generatoren sind. Als sich die rechtlichen Möglichkeiten für Flüchtlinge zu arbeiten änderten, floh Haedar weiter in die Türkei, nutzte dort seine während des Studiums erworbenen Englischkenntnisse und dolmetschte im Tourismusbereich. Der nächste Schritt war der Flug mit einem gekauften Pass nach Deutschland, wo schon ein Bruder lebte. Über Berlin und Friedland kam der junge Syrer nach Sarstedt. Die Verwaltung half ihm bei der Wohnungssuche. Er besuchte Sprach- und Integrationskurse, hat das Sprachzertifikat „B2“. Gefördert wurde er dabei durch ein Stipendium der Otto-Benecke-Stiftung. Den Kontakt zur Stiftung, die sich mit den Themen Integration, Migration und Bildung beschäftigt, kam über die Caritas Hannover, ein Freund hatte ihm von der Fördermöglichkeit erzählt. Dass er nach „B2“ nicht weiter für „C1“, das nächsthöhere Level, gelernt hat, liegt am Hildesheimer Integrationscenter. Hier legte ihm ein Berater eine Anzeige vor, auf die er sich bewarb. „Meine zweite oder dritte Bewerbung überhaupt. Wie man so was schreibt, hatten wir auch in den Integrationskursen an der VHS beigebracht bekommen.“ Nach einigen Gesprächen ist er seit dem 1. November als Ingenieur bei der Sarstedter Fachfirma für Laserstrahl-Materialbearbeitung MeKo angestellt, zurzeit noch in der Probezeit. „Im Gespräch mit den Kollegen verstehe ich noch vieles nicht richtig, wenn die sich unterhalten. Schriftliches geht besser. Ich lese viele Aufträge, um das Fachdeutsch zu lernen. Herr Meyer-Kobbe gibt mir auch viele Bücher, damit ich mich weiterbilden kann.“&nbsp;</p>
<p>Inzwischen ist im Rahmen des Familiennachzugs auch Ehefrau Leila in Sarstedt angekommen. Die 26-Jährige, die in Aleppo Pädagogik und Anglistik studiert hat, würde später gerne als Lehrerin arbeiten, wie in Syrien. Deshalb besucht sie fleißig Sprachkurse, kümmert sich um die Anerkennung ihrer Ausbildungsabschlüsse und weiß schon, dass sie, um hier zu unterrichten, noch ein weiteres Fach studieren muss. „In Syrien ist man nur Lehrer für ein Fach. Hier braucht man zwei.“ Die junge Akademikerin möchte nach der Geburt ihres ersten Kindes im Frühsommer nicht unbedingt einfach zu Hause bleiben, sondern lernen und sich weiterbilden.</p>
<p>„Ich hatte viel Glück“, weiß Morhaf Haedar. &#8211; Und ein Laptop, das er nie aus der Hand gab, auf dem er alle notwendigen Unterlagen wie auch seinen Lebenslauf und seine Dokumente mit sich trug. Er war gut vorbereitet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>(stb)</b></p>
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			</item>
		<item>
		<title>MdB Ute Bertram besucht Flüchtlingscamp</title>
		<link>https://www.kleeblatt.de/2016/01/28/mdb-ute-bertram-besucht-fluechtlingscamp/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marlene Helmers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2016 11:06:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sarstedt]]></category>
		<category><![CDATA[Top News mit PUSH]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Ute Bertram]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach einem ersten Besuch in der Flüchtlingsnotunterkunft an der Helperder Straße im Herbst 2015 informierte sich Ute Bertram (CDU), für den Wahlkreis Hildesheim im Bundestag, nun am Dienstag, dem 19. Januar erneut vor Ort im <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.kleeblatt.de/2016/01/28/mdb-ute-bertram-besucht-fluechtlingscamp/" title="MdB Ute Bertram besucht Flüchtlingscamp">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b><a href="http://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/01/KB27012016CampUteBertram.jpg" rel="attachment wp-att-4155"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-4155" src="http://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/01/KB27012016CampUteBertram-1024x683.jpg" alt="KB27012016CampUteBertram" width="1024" height="683" srcset="https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/01/KB27012016CampUteBertram-1024x683.jpg 1024w, https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/01/KB27012016CampUteBertram-300x200.jpg 300w, https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2016/01/KB27012016CampUteBertram-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></b></p>
<p>Nach einem ersten Besuch in der Flüchtlingsnotunterkunft an der Helperder Straße im Herbst 2015 informierte sich Ute Bertram (CDU), für den Wahlkreis Hildesheim im Bundestag, nun am Dienstag, dem 19. Januar erneut vor Ort im Camp über die aktuelle Lage.</p>
<p>„Ein Update kriegen“ nannte es die CDU-Politikerin und stellte im Gespräch mit Camp-Leiter Klaus Bruns von den Johannitern Fragen zu Registrierung, Weiterleitung und der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge sowie den Ablauf der Aufnahme im Camp. Dabei war sie auch an der persönlichen Einschätzung Bruns zu möglichen Verbesserungen interessiert. Durch seinen Praxisbezug habe er möglicherweise Vorschläge, von denen die Politik nur profitieren könne.</p>
<p>Ein aktuelles Thema waren die frostigen Temperaturen. Das Camp ist in einem Warenlager untergebracht, da sei Heizen nur bedingt möglich und mit dem heimischen Wohnzimmer nicht zu vergleichen, erklärte Bruns. Inzwischen sei jedoch eine Zusatzheizung bewilligt worden, die bei Tieftemperaturen zum Einsatz kommen solle.</p>
<p>Bruns lobte das Miteinander von Stadt, Land und Immobilieneigentümer Edeka. Die Zusammenarbeit der Johanniter mit diesen sei sehr kooperativ und zielführend.</p>
<p>In Hinblick auf die Registrierung wünschte sich Bruns eine bessere Information durch das Land über die unterzubringenden Flüchtlinge. Üblicherweise bekäme das Camp höchstens die Anzahl der Kommenden genannt, wenn in Bayern wieder ein Zug gen Niedersachsen starte.</p>
<p><b>EDV-Registrierungssysteme nicht kompatibel</b></p>
<p>Die Arbeit erleichtern würden aber auch Informationen zu Herkunftsländern, dem Anteil der Familien, alleinreisenden Minderjährigen bzw. alleinreisender Männer, eventuelle Erkrankungen oder Behinderungen, um die Versorgung und Unterbringung optimieren zu können. MdB Ute Bertram, die sich auch schon in der bayrischen Erstaufnahmeeinrichtung Deggendorf informiert hat, sprach das Problem der zurzeit noch nicht miteinander kommunizierenden EDV-Registrierungssysteme der Länder an. Dadurch sei eine einheitliche und sichere Registrierung landesweit nicht möglich. Mehrfachregistrierungen oder Illegalität der Flüchtlinge durch Nicht-Registrierung und Nutzung Deutschlands nur als Transitland seien weitere Probleme. Die Einhaltung von Dublin II, wonach z.B. die Beantragung von Asyl in dem Land erfolgen muss, in dem der Schengenraum erstmals betreten wird, müsse durchgesetzt werden.</p>
<p>Dies sei die Theorie, so Camp-Leiter Bruns. In der Praxis herrsche eine gewisse Ohnmacht. Die Verantwortlichen könnten nur zuschauen, wenn sich jemand nach der internen Registrierung im Sarstedter Camp wieder auf den Weg mache. Bürgermeisterin Heike Brennecke, die den Besuch von MdB Ute Bertram begleitete, bestätigte dazu: „Wir haben von Anfang an gesagt, dass das hier kein Gefängnis ist. Wir können keinen festhalten.“</p>
<p>Zu der Lage im Camp konnte Klaus Bruns berichten, dass insbesondere der Impfstatus vieler Flüchtlinge sehr gut sei. „Manche Afghanen haben mehr Impfungen als wir hier.“ Ansteckende Krankheiten seien die Ausnahme. Es habe bisher keinen einzigen Tbc-Fall gegeben und nur eine Noro-Virus-Erkrankung; die medizinische Betreuung und auch die Aufnahmeuntersuchung erfolge durch das Bernward-Krankenhaus.</p>
<p>Die durch den gegebenen Platz möglichen Freizeitangebote für Kinder, Frauen und Männer würden zu einer Befriedung der Lage beitragen. Kinderbetreuung, Fitnesskurse für Frauen und Männer, hin und wieder Disco, dazu Sprachkurse. Das Angebot sei im Vergleich zu anderen Einrichtungen gut. Hinsichtlich Gewalt und Kriminalität könne nicht von einer besonders angespannten Lage gesprochen werden. Lediglich 49 Fälle sind trotz der vielen Menschen bisher von der Polizei aufgenommen worden.</p>
<p>Im Camp sind derzeit knapp 900 Flüchtlinge untergebracht. Etwa 160 bis 200 davon sind Kinder.</p>
<p>Ganz wichtig sei, die Verweildauer im Camp für die Flüchtlinge zu verkürzen, waren sich Brennecke und Bruns einig.</p>
<p>Ute Bertram setzt deshalb Hoffnungen auf neu beschlossene Regelungen. Ab dem 21. Februar solle es unter anderem Sanktionen geben und einen einheitlichen Flüchtlingsausweis. Zudem sagte sie, die Gesamtlage im Blick: „Wir brauchen massive Rückführungen von denen, die entschieden sind und nicht in Deutschland bleiben dürfen. Es muss uns gelingen, nur die zu behalten, die asylberechtigt sind.“ Das Asylpaket II müsse auf den Weg gebracht werden, sichere Herkunftsländer benannt und zum Beispiel der Familienzuzug ausgesetzt werden. Grenzkontrollen sieht sie kritisch. „Wenn die Freizügigkeit fällt, ist großer wirtschaftlicher Schaden zu erwarten. Man sehe nur die LKW-Schlangen an den Grenzen.“</p>
<p>BU zu Camp Bertram:</p>
<p>Ute Bertram (2.v.r.) ließ sich (v.l.) von Bürgermeisterin Heike Brennecke, Johanniter-Pressesprecherin Maike Müller und Camp-Leiter Klaus Bruns die Lage in der Flüchtlingsunterkunft erläutern. <b>Sarstedt (stb).</b></p>
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		<title>Einsatz an Sarstedter Flüchtlingsunterkunft</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2015 12:13:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sarstedt. In der Sarstedter Flüchtlingsunterkunft gab es am Dienstag, 08.12.2015, einen Einsatz der Polizei. Laut Mitteilung der Polizei konnten durch den Einsatz eines größeren Polizeiaufgebotes mögliche Unruhen verhindert werden. In der Spitze waren 41 Polizeibeamte <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.kleeblatt.de/2015/12/09/einsatz-an-sarstedter-fluechtlingsunterkunft/" title="Einsatz an Sarstedter Flüchtlingsunterkunft">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sarstedt.</strong> In der Sarstedter Flüchtlingsunterkunft gab es am Dienstag, 08.12.2015, einen Einsatz der Polizei. Laut Mitteilung der Polizei konnten durch den Einsatz eines größeren<br />
Polizeiaufgebotes mögliche Unruhen verhindert werden. In der Spitze waren 41 Polizeibeamte aus dem Bereich der Hildesheimer Inspektion sowie Beamte der Bereitschaftspolizei der Zentralen Polizeidirektion Hannover und Diensthundeführer der Polizeidirektion Göttingen vor Ort.Die in der Notunterkunft eingesetzte Sicherheitsfirma hatte einen Mitarbeiter aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Grund dafür sollen zurückliegende Straftaten innerhalb der Einrichtung sein. Als dieser der Aufforderung nicht nachkam und sich zunächst knapp 100 Flüchtlinge mit ihm solidarisiert hatten und im Zugangsbereich aufhielten, alarmierte der Betreiber die Polizei. Durch vorausgegangene Gespräche zwischen der Leitung der Sarstedter Polizei, dem Betreiber der Unterkunft und dem Security-Unternehmen ging die Anzahl auf 50 Personen zurück. Wie der Einsatzleiter der Sarstedter Polizei, EPHK Rainer Kahr berichtete, drohte die Gesamtlage zwischenzeitlich zu eskalieren. Der Polizei gelang es, die bedrohliche Situation zu entschärfen. Der verwiesene Mitarbeiter verließ gegen 14.35 Uhr das Gelände. Die in der Notunterkunft Wohnenden gingen zurück in ihre Unterkünfte. Die Polizei machte erneut deutlich, dass sie auch weiterhin durch schnelles und konsequentes Einschreiten Straftaten verhindern und keine rechtsfreien Räume zulassen wird. „Wir werden auch zukünftig bei derartigen Einsatzlagen sehr schnell reagieren“, so Uwe Ippensen, Leiter der Polizeiinspektion Hildesheim.</p>
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		<title>Leitungswechsel in der Sarstedter Notunterkunft</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2015 11:31:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#160; Sarstedt. Keine zwei Monate ist es her, das die von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) geführte Notunterkunft in Sarstedt die Leitung an Edzard Schönrock übergab. Nun informierte die JUH, dass bereits seit dem 4. Dezember <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.kleeblatt.de/2015/12/08/leitungswechsel-in-der-sarstedter-notunterkunft/" title="Leitungswechsel in der Sarstedter Notunterkunft">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2015/12/Bildschirmfoto-2015-12-09-um-12.37.33.png" rel="attachment wp-att-3799"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3799 size-full" src="http://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2015/12/Bildschirmfoto-2015-12-09-um-12.37.33.png" alt="Bildschirmfoto 2015-12-09 um 12.37.33" width="1656" height="1075" srcset="https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2015/12/Bildschirmfoto-2015-12-09-um-12.37.33.png 1656w, https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2015/12/Bildschirmfoto-2015-12-09-um-12.37.33-300x195.png 300w, https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2015/12/Bildschirmfoto-2015-12-09-um-12.37.33-768x499.png 768w, https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2015/12/Bildschirmfoto-2015-12-09-um-12.37.33-1024x665.png 1024w" sizes="(max-width: 1656px) 100vw, 1656px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sarstedt.</strong> Keine zwei Monate ist es her, das die von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) geführte Notunterkunft in Sarstedt die Leitung an Edzard Schönrock übergab.<br />
Nun informierte die JUH, dass bereits seit dem 4. Dezember die Gesamtleitung von Edzard Schönrock an seinen Stellvertreter Klaus Bruns übergeben wurde.<br />
Edzard Schönrock habe sich entschieden seine selbstständige Tätigkeit als Berater von Kommunen, Verbänden und Unternehmen zu den Themen Flüchtlingsarbeit, Bürgerdialog und Kommunikation wieder aufzunehmen, heißt es weiter.  „Die Tätigkeit in der Notunterkunft war eine besondere Erfahrung für mich. Ich habe einen interessanten Einblick in den alltäglichen Umgang mit Flüchtlingen, ihre Bedürfnisse und Nöte bekommen können, der für meine weitere Arbeit hilfreich sein wird“, so der Dipl.-Sozialwissenschaftler.<br />
Steffen Bahr, Mitglied im Regionalvorstand der Johanniter in Südniedersachsen, bedankte sich für das hervorragende Engagement: „Edzard Schönrock hat den Aufbau und Betrieb der Notunterkunft Sarstedt maßgeblich mitgestaltet. Wir wünschen ihm für seine berufliche Zukunft alles Gute.“<br />
Sein Nachfolger Klaus Bruns ist seit 1997 bei der JUH im Regionalverband Südniedersachsen beschäftigt und wohnt seit vielen Jahren im Landkreis Hildesheim. Jahrelang leitete er die Rettungswache in Hildesheim, zuletzt in Alfeld. Zusammen mit einem erweiterten Führungsteam wird er die Verantwortung in der Unterkunft übernehmen.<br />
Nach Auskunft der JUH leben derzeit rund 1.000 Flüchtlinge in der Sarstedter Einrichtung, die Zurzeit eine Gesamtkapazität von 1.700 Plätzen hat.</p>
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		<title>Streit droht zu eskalieren / Polizei und Sicherheitsdienst greifen durch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Helmers]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2015 12:21:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sarstedt (stb). Bisher war es in der Sarstedter Notunterkunft an der Helperder Straße bis auf einzelne, kleinere Reibereien unter den Flüchtlingen ruhig geblieben. Doch am Mittwoch, den 02.12.2015 kochte vormittags die Stimmung hoch. Um 11.00 <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.kleeblatt.de/2015/12/04/streit-droht-zu-eskalieren-polizei-und-sicherheitsdienst-greifen-durch/" title="Streit droht zu eskalieren / Polizei und Sicherheitsdienst greifen durch">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2015/12/KB30092015EDEKAFlüchtlingeHalleneingang.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3765 size-full" src="http://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2015/12/KB30092015EDEKAFlüchtlingeHalleneingang.jpg" alt="KB30092015EDEKAFlüchtlingeHalleneingang" width="1000" height="667" srcset="https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2015/12/KB30092015EDEKAFlüchtlingeHalleneingang.jpg 1000w, https://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2015/12/KB30092015EDEKAFlüchtlingeHalleneingang-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a> <b>Sarstedt (stb).</b> Bisher war es in der Sarstedter Notunterkunft an der Helperder Straße bis auf einzelne, kleinere Reibereien unter den Flüchtlingen ruhig geblieben. Doch am Mittwoch, den 02.12.2015 kochte vormittags die Stimmung hoch. Um 11.00 Uhr wurde die Polizei informiert.</p>
<p>„Aus noch nicht bekannten Gründen ist es zwischen verschiedenen Gruppen von Flüchtlingen zu einem Streit gekommen, der zu eskalieren drohte. Die vor Ort anwesenden Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens meldeten der Polizei geschätzte 150 Personen, die sich in einer der Unterkünfte eingefunden hatten. Die Polizei setzte daraufhin 75 Beamte ein, die zeitnah vor Ort waren. Unter den zusammengezogenen Kräften befanden sich Beamte aus den Dienststellen der Polizeiinspektion Hildesheim, der Bereitschaftspolizei Niedersachsen sowie Hundeführer der Polizeidirektion Göttingen“, formuliert die Pressestelle der Polizeidirektion Hildesheim in einer Pressemeldung.</p>
<p>Laut Polizeihauptkommissar Frank Müller, Leiter des Sarstedter Einsatz- und Streifendienstes, sei es am Vormittag zu einem Streit im Bereich der Kantine der Einrichtung gekommen, der sich anschließend in eine der Hallen verlagerte. Dort hätten sich bald zwei größere Gruppen gegenüber gestanden, außer heftigen Wortgefechten seien auch Fäuste geflogen. Durch das schnelle Eingreifen des Sicherheitsdienstes und zweier zufällig vor Ort anwesender Beamter in Zivil seien die Lager jedoch schnell getrennt worden, die weiteren hinzugerufenen Kräfte hätten zur Deeskalation beigetragen. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wurde am Kopf getroffen und leicht verletzt. Eine weitere ärztliche Behandlung war nicht erforderlich.</p>
<p>Mittels der mehrsprachigen Sicherheitskräfte konnten 12 Personen verschiedener Nationalitäten, die an der Auseinandersetzung beteiligt waren, ermittelt werden. Diese wurden von der Polizei vorläufig festgenommen, in Hildesheim erkennungsdienstlich behandelt und anschließend „durch Angehörige der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen unter Begleitung von Polizeibeamten in Unterkünfte in Hildesheim, Rosdorf und Hann. Münden verteilt. Gegen die Tatverdächtigen sind gleichzeitig Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzungsdelikten eingeleitet worden“, so weiter die Pressemitteilung der Polizei.</p>
<p>Bereits zur späten Mittagszeit war es wieder ruhig auf dem Gelände.</p>
<p>Polizei, Johanniter und Stadtverwaltung reagierten umgehend auf den Vorfall. Noch am selben Tag wurde um 16.00 Uhr eine Informationsveranstaltung für die Bewohner der Notunterkunft in der Medienhalle des Camps abgehalten. Edzard Schönrock von den Johannitern, Leiter der Unterkunft, Polizeihauptkommissar Frank Müller und Bürgermeisterin Heike Brennecke informierten über die Lage. Müller fand deutliche Worte, die durch Dolmetscher in Farsi und Arabisch übersetzt wurden. Deutschland sei ein Rechtsstaat, in dem alle friedlich zusammenleben sollen und Gewalt nicht geduldet werde, Regeln müssten von allen gleich befolgt werden. Das Brechen der Regeln werde Konsequenzen haben, die sich auch auf das Asylverfahren des Einzelnen auswirken könnten. Viele Äußerungen seien mit Applaus bedacht worden, berichtete Bürgermeisterin Heike Brennecke, die Müller und Schönrock das Wort überließ. „Nach der Informationsveranstaltung ist die Stimmung deutlich gelöster gewesen“, berichtete Maike Müller, Pressereferentin der Johanniter.</p>
<p>Den Rest des Mittwochs und auch den ganzen Donnerstag sei es ruhig geblieben. Der Aufforderung Müllers an die Flüchtlinge, sich vertrauensvoll an die Beamten in der Vor-Ort-Wache zu wenden, um weitere verletzte Personen zu melden oder Aussagen zum Ablauf zu machen, sei niemand nachgekommen, so die Polizei.</p>
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		<title>2. Bürgerversammlung  Sarstedter Flüchtlingsunterkunft</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2015 10:45:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sarstedt. Seit Ende September 2015 dient das ehemalige EDEKA-Gelände als Flüchtlingsunterkunft. Inzwischen ist dort auch ein wenig Alltag eingekehrt. Bei den Sarstedter Bürgerinnen und Bürgern gibt es jedoch nach wie vor viele Fragen und Unsicherheiten. <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.kleeblatt.de/2015/11/30/2-buergerversammlung-sarstedter-fluechtlingsunterkunft/" title="2. Bürgerversammlung  Sarstedter Flüchtlingsunterkunft">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sarstedt.</strong> Seit Ende September 2015 dient das ehemalige EDEKA-Gelände als Flüchtlingsunterkunft. Inzwischen ist dort auch ein wenig Alltag eingekehrt. Bei den Sarstedter Bürgerinnen und Bürgern gibt es jedoch nach wie vor viele Fragen und Unsicherheiten.<br />
Am Dienstag, dem 1. Dezember 2015 findet daher eine 2. Bürgerversammlung zur Sarstedter Flüchtlingsunterkunft statt. Bürgerinnen und Bürger sind dazu in den Stadtsaal Sarstedt<br />
Stadtsaal im Schulzentrum am Wellweg 41 eingeladen. Beginn: 19.30 Uhr.<br />
Wie bei der Informationsveranstaltung am 25. September 2015 stehen Experten für Fragen und Antworten zur Verfügung. Darunter Vertreter des Innenministeriums, des Landkreises, der Polizei, der Feuerwehr, der Johanniter Unfallhilfe und die Sarstedter Bürgermeisterin Heike Brennecke auf dem Podium. Sie informieren und beantworten alle Fragen rund um die Flüchtlingsunterkunft aber auch zur Flüchtlingssituation in Sarstedt generell.</p>
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		<title>Ehrenamtliche für die Arbeit mit Flüchtlingen gesucht</title>
		<link>https://www.kleeblatt.de/2015/10/27/ehrenamtliche-fuer-die-arbeit-mit-fluechtlingen-gesucht/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2015 15:46:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ahrbergen. Auch in der Ortschaft Ahrbergen werden in absehbarer Zeit Asylsuchende untergebracht werden. Der Runde Tisch Asyl Giesen sucht daher weitere Ehrenamtliche, insbesondere aus Ahrbergen, die bereit sind, sich in der Arbeit mit Flüchtlingen zu <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.kleeblatt.de/2015/10/27/ehrenamtliche-fuer-die-arbeit-mit-fluechtlingen-gesucht/" title="Ehrenamtliche für die Arbeit mit Flüchtlingen gesucht">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ahrbergen.</strong> Auch in der Ortschaft Ahrbergen werden in absehbarer Zeit Asylsuchende untergebracht werden. Der Runde Tisch Asyl Giesen sucht daher weitere Ehrenamtliche, insbesondere aus Ahrbergen, die bereit sind, sich in der Arbeit mit Flüchtlingen zu engagieren. Dieses kann auf verschiedenste Art und Weisen erfolgen. Das Kennenlernen des Ortes und der Umgebung, das Aufzeigen von Einkaufsmöglichkeiten und Busverbindungen sind nur einige Punkte, bei denen Ehrenamtliche helfen können. Sicherlich wird es auch sinnvoll sein, direkt in Ahrbergen Vorintegrationssprachkurse anzubieten. Für diese Kurse ist es nicht erforderlich, Lehrer/in zu sein. Der Runde Tisch verfügt über Materialien, die für die Kurse genutzt werden können. Personen, die sich hierfür interessieren, sind eingeladen bei den bereits in Giesen stattfindenden Kursen zu hospitieren. Alle an der Arbeit mit Flüchtlingen Interessierten können sich unter der mail-adresse rundertischasylgiesen@gmail.com melden. Nähere Auskünfte werden gern erteilt.<br />
Weiterhin lädt der Runde Tisch Asyl am Samstag, den 14.11.2015 ab 15 Uhr zu einem Spielenachmittag ins Paulusheim in Hasede ein. Spiele und gute Laune sind mitzubringen! Die Aktiven vom „Runde Tisch Asyl“ freuen sich auf einen netten Nachmittag mit den Asylsuchenden und Giesener Bürgerinnen und Bürgern. Die Termine des Runden Tisches sind jeweils auch unter www.katholische-kirche-giesen.de veröffentlicht. Wer sich nicht persönlich engagieren kann, die Arbeit aber finanziell unterstützen möchte, kann dies über das neue Konto des Runden Tisches bei der Kirchengemeinde St. Vitus Giesen gern machen. Die Kontoverbindung lautet <strong>DE28259900110030263501</strong>. Spendenbescheinigungen werden über das <strong>Pfarrbüro St. Vitus, Paradiesstr. 9, 31180 Giesen</strong>, ausgestellt.</p>
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		<title>Edzard Schönrock übernimmt Flüchtlings-Notunterkunft Sarstedt</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2015 09:50:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) hat für die Flüchtlings-Notunterkunft in Sarstedt einen hauptamtlichen Einrichtungsleiter gefunden. Bis dato lag die Verantwortung bei der Johanniter-Regionalbereitschaft Südniedersachsen und damit beim Einsatzleiter Marc Küchemann. Edzard Schönrock ist Dipl.-Sozialwissenschaftler mit Erfahrung in <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.kleeblatt.de/2015/10/21/edzard-schoenrock-uebernimmt-fluechtlings-notunterkunft-sarstedt/" title="Edzard Schönrock übernimmt Flüchtlings-Notunterkunft Sarstedt">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) hat für die Flüchtlings-Notunterkunft in Sarstedt einen hauptamtlichen Einrichtungsleiter gefunden. Bis dato lag die Verantwortung bei der Johanniter-Regionalbereitschaft Südniedersachsen und damit beim Einsatzleiter Marc Küchemann. Edzard Schönrock ist Dipl.-Sozialwissenschaftler mit Erfahrung in Betriebswirtschaft und war in Sarstedt von Anfang an dabei. „Das war vor knapp vier Wochen eine grandiose Leistung, wie die Johanniter in Zusammenarbeit mit dem THW, der Feuerwehr, der Bundeswehr und vielen ehrenamtlichen Helfern das Edeka-Zentrallager nach nur 45,5 Stunden Arbeit einsatzbereit melden konnten“, sagt der 41-Jährige. Zu Beginn unterstützte er als Pressesprecher den Medienservice der Johanniter, drei Wochen später bekam er von der JUH das Angebot, die Einrichtung mit inzwischen 1600 Bewohnern zu leiten.</p>
<p>„Es war bisher eine beeindruckende und lehrreiche Zeit für mich“, sagt der Vater von drei Kindern. Am meisten habe ihn beeindruckt, wie schnell und einsatzstark die Johanniter die Notunterkunft aufbauen konnten: „Das ist wirklich eine tolle, starke Truppe mit einem ausgeprägten Familiengefühl.“ Nun soll die Unterkunft unter seiner Leitung in den regulären Betrieb übergehen. Dafür wurden bereits zahlreiche Mitarbeiter, die jetzt eingearbeitet werden, gefunden, doch einige Arbeitsstellen sind noch offen. Weitere aktuelle Aufgaben sind der Aufbau von Strukturen, der Umbau der sanitären Anlagen in den früheren Lagerhallen, die Logistik, die Müllentsorgung und das Freizeitprogramm.</p>
<p>In der vergangenen Zeit kam bei Edzard Schönrock eine immense Zahl von Arbeitsstunden zusammen, trotzdem freut er sich auf die Herausforderung in den kommenden Wochen und Monaten. „Die Stimmung ist nach wie vor gut und friedlich bei uns. Heute beginnt die Registrierung der Flüchtlinge durch die Landesaufnahmebehörde, darauf haben alle gewartet“, sagt Edzard Schönrock, der in seiner Freizeit entweder mit seinen kleinen Kindern spielt, sich ehrenamtlich engagiert oder zum Fußball spielen und joggen geht. Sein Dank geht auch an alle ehrenamtlichen Helfer vor Ort und in der Stadt Sarstedt: „Das gute Team ist alles.“</p>
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		<title>Flüchtlinge zu Gast beim THW</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ADMIN]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2015 11:11:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Flüchtlinge in Sarstedt haben mittlerweile zumindest eine warme und trockene Unterkunft gefunden.  Das THW startete ein besonderes Projekt:  Flüchtlingen können beim THW-Sarstedt eine Grundausbildung ablegen.  Ein erstes Treffen, um den Interessenten das THW überhaupt <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.kleeblatt.de/2015/10/15/fluechtlinge-zu-gast-beim-thw/" title="Flüchtlinge zu Gast beim THW">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Flüchtlinge in Sarstedt haben mittlerweile zumindest eine warme und trockene Unterkunft gefunden.  Das THW startete ein besonderes Projekt:  Flüchtlingen können beim THW-Sarstedt eine Grundausbildung ablegen.  Ein erstes Treffen, um den Interessenten das THW überhaupt näher zu bringen, fand am vergangenen Freitagabend statt.  Mit dabei ein &#8211; wie immer &#8211; begeisterter und ansteckend fröhlicher Barzan Youssef, seines Zeichens Integrationsbeauftragter der Stadt Sarstedt, an diesem Abend schlüpft er aber auch in die Rolle des Synchron-Dolmetschers.  Als weitere moralische Unterstützer standen Bernd Westphal (MdB), Markus Brinkmann (MdL) und Elke Pytel-Weber (Stadt Sarstedt) bereit. Auch die übergeordneten Stellen beim THW waren durch Ralph Dunger (Landesbeauftragter Bremen/Niedersachsen) und Ewald Langstein (Geschäftsführer Braunschweig) vertreten.  Ziel des Abends war, Gäste für das THW zu begeistern &#8211; ihnen vor allem deutlich zu machen, dass die vielen Helferinnen und Helfer, die sie in den vergangenen Wochen kennengelernt haben, alle ihre Freizeit für die Einsätze opfern.  Einen ersten Überblick über das THW gaben Christian Rathke und Philip Ziemek. Der Ortsbeauftragte und sein Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit hatten das Projekt gemeinsam aus den Angeln gehoben.  Als weiteres Highlight hatten die Sarstedter den Kameraden Baris Duman aus Helmstedt eingeladen, der sich bereits am Bau des Flüchtlingslagers in Jordanien beteiligt hatte und somit die internationale Ausrichtung des THW mit vielen Fotos greifbar machen konnte.  An Beispielfotos an Pinnwänden konnten die Gäste auch mit wenigen Deutschkenntnissen einen Überblick über die Aufgaben des THW erlangen und bei sich auch für eine Grundausbildung anmelden.  Den Abschluss bildete ein kurzer Blick in die Fahrzeuge und Ausstattung des THW.</p>
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		<title>Helfer unter Hochdruck im Einsatz: EDEKA-Lager wird Unterkunft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ADMIN]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2015 07:40:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sarstedt (stb). 100 Soldaten der Bundeswehr, 50 Einsatzkräfte der Johanniter, 50 vom THW und bis zu 200 Aktive der Feuerwehren des Kreises sind eingeplant. Samstagvormittag, 11.00 Uhr, arbeiten 180 von ihnen, die meisten Ehrenamtliche, mit <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.kleeblatt.de/2015/09/27/helfer-unter-hochdruck-im-einsatz-edeka-lager-wird-unterkunft/" title="Helfer unter Hochdruck im Einsatz: EDEKA-Lager wird Unterkunft">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sarstedt (stb). 100 Soldaten der Bundeswehr, 50 Einsatzkräfte der Johanniter, 50 vom THW und bis zu 200 Aktive der Feuerwehren des Kreises sind eingeplant. Samstagvormittag, 11.00 Uhr, arbeiten 180 von ihnen, die meisten Ehrenamtliche, mit Hochdruck an der Helperder Straße in Sarstedt. Das ehemalige EDEKA-Logistikzentrum wird als Notunterkunft für bis zu 1000 Flüchtlinge hergerichtet. Dazu werden in den momentan nutzbaren zwei Hallen, die zuerst zur Unterkunft werden sollen, nacheinander die noch darin befindlichen Hochregale abgebaut, es werden provisorische Wände eingezogen, bestehend aus Bauzäunen, bespannt mit sichthemmenden Planen. Schlaf- und Aufenthaltsareale für jeweils 10 Personen entstehen so. Die große Halle in der Mitte wird, außer einem breiten Streifen als Verkehrsfläche, nicht genutzt. Im ehemaligen Verwaltungstrakt werden ein Empfangs- und Registrierungsbereich sowie eine Sanitätsstation mit Untersuchungs- und Isolationsräumen eingerichtet. Außerdem wird ein Rettungswagen der Johanniter rund um die Uhr für die ärztliche Versorgung vor Ort sein. Die Kantine im Haus wird zu einer Essensausgabe umgerüstet. Hier werden die Flüchtlinge im Schichtbetrieb ihre Verpflegung erhalten und in angrenzenden Bereichen verzehren können.<br />
Der umfangreiche Sanitärbereich auf dem Gelände wird instand gesetzt und nachgerüstet. Drei Duschcontainer wurden zusätzlich angefordert, die die sanitäre Versorgung der Menschen sicherstellen soll. Am Freitagnachmittag wurden bereits die Matratzen geliefert, auf denen die Flüchtlinge in den nächsten Wochen schlafen.</p>
<p>Die Johanniter, die die Unterkunft betreiben, haben am gestrigen Freitagvormittag den Startschuss für das Projekt „Notunterkunft Sarstedt“ erhalten. Seitdem ist Marc Küchemann von den Johannitern voll eingespannt. Der 41-jährige Rettungsassistent der Johanniter hat viele Jahre Erfahrung im Katastrophenschutz, seit vier Wochen baut er eine Notunterkunft nach der anderen auf. Das Ganze ist eine logistische Herkulesaufgabe. Der Versorgungszug der Johanniter aus Wunstorf hat an diesem Wochenende die Versorgung der Helfer vor Ort übernommen.<br />
Bis Sonntag, so die Hoffnung und Erwartung der Johanniter, soll mindestens eine Halle voll nutzbar sein, dann wird im Anschluss die zweite Halle in Betrieb genommen. Bestehende Mietverhältnisse. In absehbarer Zeit wird auf dem EDEKA-Gelände noch eine weitere Halle zur Verfügung stehen, die zurzeit noch anderweitig vermietet ist. Der Mieter hat auf Vermittlung von EDEKA inzwischen jedoch ein Objekt in Laatzen angeboten bekommen, wohin er bald umziehen wird. Ein ehemaliger EDEKA-Mitarbeiter, der noch auf dem Gelände wohnt, kann sich entscheiden, ob er dort wohnen bleibt, oder in eine Wohnung der Kreiswohnbau zieht. Die Johanniter führen zudem Gespräche, sie überlegen, den Mann, der das Gelände wie seine Westentasche kennt, einzustellen.</p>
<p>In der Notunterkunft, die das Land Niedersachsen an der Helperder Straße einrichtet, werden die Flüchtlinge nicht nur aufgenommen. Die Johanniter registrieren sie auch fürs Erste und machen einen ersten Gesundheitscheck. Später wird die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB Ni) die Menschen erkennungsdienstlich registrieren und eine große medizinische Untersuchung vornehmen. Dann ist für sie der Weg frei zum Asylantrag. Die Flüchtlinge, die in Sarstedt untergebracht sind, werden hier nicht verbleiben. Sarstedt ist für sie eine Durchgangsstation. Von hier werden sie nach ihrer Registrierung durch das LAB vom Landkreis auf die Gemeinden im Land verteilt, wo sie auf die Bewilligung oder Ablehnung ihres Asylantrages warten. Sarstedt wird, so die Zusage des Landkreises, bis auf weiteres keine weiteren Flüchtlinge vom Landkreis zugewiesen bekommen. Die Notunterkunft an der Helperder Straße sei Aufgabe genug.</p>
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		<title>Edeka-Logistikzentrum wird Notunterkunft</title>
		<link>https://www.kleeblatt.de/2015/09/24/edeka-logistikzentrum-wird-notunterkunft/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ADMIN]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2015 10:28:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sarstedt]]></category>
		<category><![CDATA[Top News mit PUSH]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerversammlung]]></category>
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		<category><![CDATA[Notunterkunft]]></category>
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		<category><![CDATA[Unterkunft]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit Wochen sind sie auf dem Weg. Nach Europa, nach Deutschland: Flüchtlinge, viele aus Syrien. Hunderttausende. Bisher ist nur ein Bruchteil von ihnen in Sarstedt angekommen. Doch dass es mehr werden, war abzusehen. Seit diesem <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.kleeblatt.de/2015/09/24/edeka-logistikzentrum-wird-notunterkunft/" title="Edeka-Logistikzentrum wird Notunterkunft">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit Wochen sind sie auf dem Weg. Nach Europa, nach Deutschland: Flüchtlinge, viele aus Syrien. Hunderttausende. Bisher ist nur ein Bruchteil von ihnen in Sarstedt angekommen. Doch dass es mehr werden, war abzusehen. Seit diesem Donnerstag ist es Gewissheit. Im leerstehenden EDEKA-Logistikzentrum im Gewerbegebiet Helperder Straße soll Platz geschaffen werden für Hunderte. Das Land Niedersachsen plant, in der Immobile, die bereits seit Oktober 2014 nicht mehr von EDEKA als Lager genutzt wird, eine Notunterkunft für mehrere hundert Flüchtlinge einzurichten. Sie sollen von dort weiterverteilt werden. Bereits in der nächsten Woche kommen möglicherweise die ersten. Bis dahin arbeiten Land, Stadt und Organisationen unter Hochdruck an den Vorbereitungen. Die Johanniter werden dabei federführend bei der Organisation, aber auch Durchführung sein. Bürgermeisterin Heike Brennecke informierte am heutigen Donnerstag auf einer Pressekonferenz über die Lage.</strong></p>
<p>Die Bürgermeisterin lädt für den morgigen Freitag, 25.09.2015, um 17.30 Uhr alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer öffentlichen Bürgerversammlung in den Stadtsaal am Wellweg. Dann soll Zeit sein für Informationen, Fragen und Antworten.</p>
<p>Das KLEEBLATT hat einige Fragen schon mal zusammengestellt, die in der Pressekonferenz beantwortet wurden:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3318" src="http://www.kleeblatt.de/wp-content/uploads/2015/09/KB30092015EDEKAFlüchtlinge1016.jpg" alt="KB30092015EDEKAFlüchtlinge1016" width="800" height="533" /></p>
<p><strong>Warum das EDEKA-Lager?</strong><br />
Dr. Alexander Götz, Referatsleiter im Innenministerium und zuständig für die Koordination aller Belange, die Flüchtlinge betreffen: „Grundsätzlich suchen wir immer zuerst Liegenschaften das Landes wie zum Beispiel Kasernen, dann andere. Wir wurden auf die leerstehende Immobilie hingewiesen. In solch einem Fall prüfen wir die Gegebenheiten auf Verfügbarkeit und Fläche.“<br />
Helfried Basse vom Dezernat für Sicherheit, Ordnung und Umwelt im Landkreis Hildesheim: „Das Gelände ist überschaubar. Die große zentrale Halle steht aus baurechtlichen Gründen zwar nicht zur Verfügung, aber die anderen drei Hallen und die dazugehörigen Räume sind gut. Alles ist besser, als Menschen in Zelten unterzubringen.“<br />
Bürgermeisterin Heike Brennecke: „Wir haben uns Mittwochvormittag bei einem Ortstermin alles angeschaut. Es gibt Sozialräume, große Flächen, gute Gestaltungsmöglichkeiten und ein tolles Außengelände. Und auch für die Mitarbeiter sind Räume vorhanden.“</p>
<p><strong>Wie sieht der Vertrag aus?</strong><br />
Dr. Alexander Götz: „Es ist natürlich ein Mietvertrag. Solche Notunterkünfte sind nicht auf Langfristigkeit angelegt.“</p>
<p><strong>Wie lange sollen die Flüchtlinge denn bleiben?</strong><br />
Dr. Alexander Götz: „Angestrebt ist eine Verweildauer für jeden Flüchtling von nicht mehr als ein paar Wochen, spätestens wenn die Asylverfahren abgeschlossen sind. Wir wollen, dass die Menschen, die kommen, erstklassig integriert werden. Aber das klappt natürlich nicht in Notunterkünften, sondern anschließend erst in den Kreisen und Gemeinden, wo die anerkannten Asylbewerber bleiben.“</p>
<p><strong>Wann geht es los?</strong><br />
Dr. Alexander Götz: „Sobald der Vertrag unterschrieben ist, gibt es für die Johanniter den Startschuss zur Vorbereitung der Immobilie.“<br />
Thorsten Renken, Dienststellenleiter des Johanniter-Ortsverbandes Hildesheim: „Wir begrüßen immer einen Start am Freitag, dann haben unsere ehrenamtlichen Mitglieder und Helfer das Wochenende Zeit, anzupacken.“<br />
Stadtbrandmeister Rüdiger Schulz, Freiwillige Feuerwehr Sarstedt: „Auch für die Feuerwehr ist das Wochenende ideal. An diesem Standort müssen möglicherweise auch erst Hochregallager versetzt oder ausgeräumt werden. Das braucht Zeit.“<br />
Helfried Basse: „Wir gehen davon aus, dass die 3 Hallen nach und nach fertiggestellt und genutzt werden können. So wie auch die Flüchtlinge nicht alle auf einmal kommen.“</p>
<p><strong>Was wird hier passieren?</strong><br />
Thorsten Renken: „Die Menschen werden hier registriert, sie bekommen eine Identifizierungskarte für die Unterkunft, einen ärztlichen Grundcheck. Später wird es auch sicher Angebote für die Flüchtlinge geben. Das ist abhängig davon, was für Menschen kommen, ob vor allem Familien mit Kindern oder alleinstehende Männer. Wir werden die notwendigen Strukturen aufbauen. Bei Sprachkursen, Kinderbetreuung o.ä. sind wir aber später auf die Hilfe von Ehrenamtlichen angewiesen. Wenn sich da kompetente Bürgerinnen und Bürger melden, freut uns das.</p>
<p><strong>Wie viele Flüchtlinge könnte die Unterkunft aufnehmen?</strong><br />
Dr. Alexander Götz: „Das Land plant bis zu 1000. Endgültig entscheiden das aber die Johanniter nach Sichtung der Gegebenheiten. Die sagen, wie viel machbar ist. Grundsätzlich sollen die Belastungen erträglich bleiben.“</p>
<p><strong>Wie ist die Lage?</strong><br />
Dr. Alexander Götz: „Täglich kommen 500 bis 700 Flüchtlinge im Land an. Sie brauchen eine erste Aufnahme, Essen, Trinken, ein Dach über dem Kopf. Seit Ende August sind 9600 Plätze in 22 Notunterkünften entstanden. Weitere, so wie jetzt in Sarstedt, werden hinzukommen.“</p>
<p><strong>Kommen noch mehr nach Sarstedt?</strong><br />
Helfried Bass: „Es ist wie es ist. Das kann im Kreis jederzeit wieder passieren, dass ein Zug kommt. Da ist keine Gemeinde vor gefeit. Aber als Landkreis wollen wir jetzt, da die Notunterkunft des Landes kommt, nicht noch weitere Flüchtlinge in Sarstedt unterbringen.“</p>
<p><strong>Wie ist die Zusammenarbeit von Land und Stadt?</strong><br />
Dr. Alexander Götz: „In Sarstedt und dem Kreis gibt es eine sehr konstruktive und kooperative Stimmung. Bürgermeisterin Heike Brennecke hat durchaus auf mögliche Probleme hingewiesen, aber nicht schwarzgemalt.“<br />
Heike Brennecke: „Ich habe Vertrauen in die Strukturen im Land, sie funktionieren. Wir bewältigen das. Das Thema hat auch bei uns im Rathaus höchste Priorität. Es kann jeden Bereich betreffen. Ich hoffe auf die konstruktive Zusammenarbeit aller.“<br />
Helfried Basse: „Wir brauchen das Engagement vieler. Und Verständnis. In Notsituationen kann auch mal bei uns was liegen bleiben, das nicht so Vorrang hat. Aber wir meistern das gemeinsam und gemeindeübergreifend.“</p>
<p><strong>Seit wann wissen Sie davon?</strong><br />
Heike Brennecke: „Dienstag wähnten wir uns noch in ruhigem Fahrwasser mit bis dato 77 dezentral untergebrachten Flüchtlingen, die von zwei hauptamtlichen Mitarbeitern der Stadt betreut werden. Dann kam Dienstagnachmittag die Nachricht.“</p>
<p><strong>Was erwarten Sie?</strong><br />
Bürgermeisterin Heike Brennecke: „Sarstedt steht vor einer riesigen Herausforderung, aber jeder wird seinen Beitrag leisten können aber auch müssen.“</p>
<p><strong>Gibt es Bedenken hinsichtlich der Sicherheit?</strong><br />
EPHK Rainer Kahr, Leiter der Sarstedter Polizei: „Ich sehe das gelassen. Zurzeit sind wir für 62.000 Menschen in unserem Kommissariat zuständig, dann sind es halt 63.000. Für Gespräche wird die Polizei regelmäßig vor Ort sein. Und wir werden solidarisch unterstützt von den anderen Dienststellen. Ansonsten haben wir Vorsorge getroffen, damit nichts passiert.“</p>
<p><strong>Wie läuft es?</strong><br />
Dr. Alexander Götz: „Es ist toll, wenn man wo anruft und die Feuerwehr, das THW usw. sagen „Wir machen das“. Wir sind diesen Hilfsorganisationen mit ihren vielen Ehrenamtlichen zu Dank verpflichtet. Sie verdienen Anerkennung und Respekt.“<br />
Thorsten Renken, Dienststellenleiter des Johanniter-Ortsverbandes Hildesheim: „Marc Küchemann, der den Einsatz leiten wird, hat bereits Erfahrung, gesammelt allein in den letzten vier Wochen. Die Johanniter betreiben in Niedersachsen acht Notunterkünfte. Das ist immer eine logistische Meisterleistung. Aber wir sind gut gerüstet, haben große Mengen Decken, Betten etc. bevorratet.“</p>
<p><strong>Wie schnell kann die Unterkunft vorbereitet werden?</strong><br />
Thorsten Renken: „Ab Startschuss brauchen wir fünf bis sechs Tage. Die Hallen müssen geräumt, (Stell-)Wände eingezogen, Plätze geschaffen und Betten aufgestellt werden. Eine Sanitätsstation muss eingerichtet und ein Einsatzplan für die Helfer erstellt werden.“</p>
<p><strong>Wie viele Mitarbeiter braucht es, um die Unterkunft zu bewirtschaften?</strong><br />
Thorsten Renken: „10 bis 15 Hauptamtliche sind für den Betrieb nötig. Dazu kommen Ehrenamtliche und zum Beispiel die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Mit dem arbeiten wir schon länger zusammen und das klappt gut. Die Johanniter arbeiten außerdem landesweit mit Caterern zusammen. Zuerst wird die Essensausgabe durch Johanniter und Ehrenamtliche gemacht, später stellen wir dafür Leute ein.“</p>
<p><strong>Werden Helfer benötigt?</strong><br />
Thorsten Renken: „Wir freuen uns über jede helfende Hand. Aber auch das müssen wir erstmal koordinieren. Deshalb bitten wir um Geduld. Das wird sich einspielen.“</p>
<p><strong>Und wie sieht es mit Sachspenden aus?</strong><br />
Thorsten Renken: „Momentan bitten wir, von diesen erstmal abzusehen. Wir müssen erst abklären, was wirklich gebraucht wird. Es ist einfach noch zu früh, erst muss es geordnet losgehen. Die Johanniter werden aber immer ganz aktuell informieren, was wann gebracht wird.<br />
Heike Brennecke: Auf der Internetseite der Stadt werden wir informieren. Und unter sarstedt-hilft@sarstedt.de oder T. 05066-805-0 sind wir für Hilfsangebote sehr dankbar. Dann können wir das organisieren.</p>
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